Branche Ohne Moos nix los! Deutsche sparen bei Kleidung und Freizeit

Mittwoch, 02. April 2003
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Konsumzurückhaltung Handel Kleidung Bekleidung Auto


Industrie und Handel klagen über eine gewachsene Konsumzurückhaltung, aber die Deutschen haben das Gefühl, unter dem Strich mehr auszugeben als noch vor einem Jahr: Der Eindruck gestiegener persönlicher Ausgaben herrscht in allen Bevölkerungsgruppen vor, besonders aber bei den Arbeitern (73 Prozent). In den neuen Bundesländern dominiert das Gefühl gewachsener Ausgaben (67 Prozent) deutlicher als in den alten (56 Prozent). Gespart wird allem beim Kauf von Bekleidung (44 Prozent) sowie beim Besuch von Restaurants, Kinos, Theater und Konzerten (41 Prozent) zurück. Gut jeder Fünfte spart jeweils beim Auto bzw. beim Benzin (22 Prozent), bei Reisen (21 Prozent) oder aber beim Einkauf von Lebensmitteln (21 Prozent). Etwa jeder Zehnte (12 Prozent) gibt weniger für Bücher sowie elektronische Musik- und Bildträger (CD/DVD) aus. Unterschiedlich fallen die Sparstrategien von Frauen und Männern aus: Frauen stecken am ehesten beim Erwerb von Kleidung zurück, dagegen steht auf der Spar- und Streichliste der Männer der Freizeitbereich an erster Stelle. Wenn es ans Sparen geht, setzen auch ältere und jüngere Deutsche jeweils unterschiedliche Schwerpunkte: Die Älteren sparen vor allem bei der Kleidung und bei Restaurantbesuchen. Demgegenüber steht der Verzicht bei Kleidung und Mode für die Jüngeren hinten an, sie schränken sich am ehesten in ihren Freizeitaktivitäten ein. Wer seine Ausgaben gegenüber dem Vorjahr eingefroren oder sogar gesenkt hat, ist am ehesten bei einem höheren verfügbaren Einkommen bereit, wieder mehr Geld auszugeben. 37 Prozent betrachten einen Einkommenszuwachs als Voraussetzung für eine Erhöhung der eigenen Ausgaben, weitere 9 Prozent nennen die Senkung der Steuer- und Abgabenlast als Bedingung. Abgesehen von der persönlichen Einkommenssituation sind ein verbessertes konjunkturelles Umfeld sowie sinkende Preise die zentralen Faktoren, um zur Aufgabe der bestehenden Kauf- und Ausgabenzurückhaltung zu motivieren. Jeder Siebte (15 Prozent) macht größere Ausgaben von einem optimistischeren Wirtschaftsklima abhängig, jeder Achte (12 Prozent) von einem insgesamt sinkenden Preisniveau.
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