Branche Nutzungsbedingungen im Netz sind uninteressant

Freitag, 23. März 2012
© Thorben Wengert / pixelio.de
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Nutzungsbedingung Facebook Deutschland Faktenkontor


Nur 27 Prozent der deutschen Internetnutzer liest die so genannten Terms of Use, bevor er ihnen zustimmt. 73 Prozent der Bundesbürger schauen sich die Nutzungsbedingungen nach eigener Auskunft nur oberflächlich an, bestätigen sie aber trotzdem. Jeder dritte Deutsche liest die Vereinbarungen nur selten oder gar nicht (33 Prozent).
 
Drei von zehn Befragten begründen ihr Verhalten damit, dass in den Vereinbarungen sowieso immer das Gleiche drin steht. Nach Ansicht von weiteren knapp 18 Prozent sind die Nutzungsbedingungen in der Regel zu kompliziert. Etwa jeder siebte Deutsche vertraut außerdem darauf, dass es schon alles seine Richtigkeit haben wird.
 
Die Onlinenutzer stimmen sogar Nutzervereinbarungen von Webseiten ungelesen zu, denen sie eigentlich kein besonders großes Vertrauen entgegenbringen: So haben 44 Prozent der Facebook-User in Deutschland die Terms of Use nicht gelesen und sie trotzdem bestätigt. Und das, obwohl 86 Prozent der Befragten ihr Vertrauen in das soziale Netzwerk als höchstens mittelmäßig einstufen. Jeder Dritte spricht sogar von niedrigem Vertrauen.
 
Das ergibt eine repräsentative Umfrage der Kommunikationsberatung Faktenkontor und des Marktforschers Toluna unter 1.000 Bundesbürgern.
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