Branche Nobelpreis fußt auf Marktforschung

Dienstag, 13. Oktober 2015

Der britische Ökonom Angus Deaton hat den Nobelpreis für Wirtschaft erhalten. Seine Forschung über Armut und Wohlstand beruht im Wesentlichen auf Ergebnissen aus Befragungen.

Wirtschaftsforscher greifen in der Regel auf makroökonomische Daten wie Bevölkerungsentwicklung oder Wirtschaftswachstum zurück. Angus Deaton hingegen hat sein mathematisches Modell „Almost Ideal Demand System“ aufgrund von Haushaltspanels und Befragungen zu Lebenszufriedenheit aufgebaut.

Deaton hat für seine Arbeit gestern den Nobelpreis für Wirtschaft erhalten. Für eine Wirtschaftspolitik, die  Wohlstand fördert und die Armut verringert, müssen wir individuelle Konsumentscheidungen verstehen", begründete die Akademie ihre Entscheidung. Gewürdigt wird mit dem Preis mithin auch ein Empiriker. (hed)
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