Branche Neue EU-Bürger zwischen Hoffen und Bangen

Freitag, 20. Februar 2004
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EU Beitritt Korruption Zypern


Die Bürger der Länder, die vom 1. Mai an neue Mitglieder der Europäischen Union sind, sehen dem Beitritt mit gemischten Gefühlen entgegen. Knapp die Hälfte aller Befragten geht davon aus, dass die offenen Grenzen nach dem EU-Beitritt ihrer nationalen Identität und ihren Traditionen nicht schaden werden. Lediglich ein Viertel befürchtet deren Verfall. Ähnlich viele Befragten glauben daran, dass sich die nationalen Identitätsgefühle in Zukunft sogar noch verstärken werden. Überdurchschnittlich skeptisch äußern sich wiederum die Tschechen, die zu 37 Prozent um den Verlust nationaler Identität und Tradition fürchten. Ein gutes Drittel aller Bürger ist der Meinung, dass sich - trotz des zukünftig geltenden EU-Rechts - die Korruption im Heimatland mit dem Beitritt eher noch verstärken wird,besonders pessimistisch äußern sich hier die Zyprioten. 20 Prozent versprechen sich dagegen eine Eindämmung der Korruption. 31 Prozent glauben, dass der eigene Arbeitsplatz ebenso sicher sein wird wie bisher, aber ebenso viele befürchten auch, dass sie sich mehr Sorgen um den Arbeitsplatz machen müssen. Knapp 30 Prozent erwarten dagegen eine positive Entwicklung. Auch hier sind die Studenten diejenigen, die am positivsten eingestellt sind: knapp jeder Zweite glaubt, dass die Arbeitsplätze im Heimatland zukünftig sicherer sein werden. Die offenen Grenzen, der freie Handel und die Möglichkeit, den Arbeitsplatz über die Grenzen hinaus frei zu wählen, lassen 33 Prozent hoffen, dass der eigene Lebensstandard steigt. Diese Hoffnung haben mit einem Anteil von 50 Prozent vor allem die Bewohner Maltas und mit einem Anteil von 42 Prozent die Bürger Zyperns. Jeder vierte der EU-Neubürger geht jedoch davon aus, dass trotz neuer Regelungen alles beim Alten bleibt. Der größte Teil von ihnen, nämlich 38 Prozent, befürchtet, dass die zu erwartenden Preissteigerungen seinen Lebensstandard verschlechtern wird. Besonders häufig pessimistisch äußern sich Slowaken, Tschechen und Polen In Bezug auf die Entwicklung im Gesundheitswesen glaubt nur jeder Vierte, dass es in der Zukunft schlechter sein wird. Jeder Dritte erwartet keinerlei Veränderungen und ebenso viele versprechen sich Verbesserungen. Wiederum äußern sich die Bürger Maltas und Zyperns mit einem Anteil von jeweils 56 Prozent besonders optimistisch.
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