Branche Medienunternehmen meistern Krise

Freitag, 30. Juli 2004

Die Top 100 Medienunternehmen Deutschlands haben im Jahr 2003 einen Umsatz von 56,1 Milliarden Euro erzielt, gegenüber dem Vorjahr ist dies ein Rückgang um 4,1 Prozent. Angeführt wird das Ranking unangefochten von Bertelsmann/Gruner + Jahr, auch wenn der Konzernumsatz von 16,8 Milliarden Euro um 8,3 Prozent niedriger ausfiel als 2002. Selbst die Bertelsmann-Tochter Gruner + Jahr liegt mit 2,4 Milliarden Euro noch knapp vor dem weiterhin zweitplazierten Axel Springer Verlag. Die WAZ Mediengruppe konnte die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck überholen und findet sich jetzt auf dem dritten Rang. Auch das ZDF machte einen Platz gut. Neu in der Top 10 ist die Verlagsgruppe Weltbild, die sich vor die Ludwigshafener Medien Union geschoben hat. An absoluten Zahlen gemessen gehört die Verlagsgruppe Weltbild (+196 Millionen Euro) mit Premiere (+137) und Burda (+122) zu den Umsatzgewinnern des vergangenen Jahres. Die Medienhäuser bewegen sich jedoch häufig in gesättigten Märkten. Ein Blick auf die Aufsteiger im Medien-Ranking 2003 bestätigt dies: Wachstum gelingt derzeit hauptsächlich über Zukäufe wie bei den traditionellen Verlagen Cornelsen oder Konradin, in dynamischen neuen Märkten wie dem Transaktionsfernsehen, zum Beispiel Euvia Media (Neun Live) und QVC, oder durch innovative Produkte und Vermarktung wie Premiere, Weltbild oder Wall.
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