Marktforschungsbranche eher bewölkt als heiter

Dienstag, 04. Februar 2003

Der Arbeitskreis Deutscher Markt- und Sozialforschungsinstitute ADM meldet ein eher verhaltenes Umsatzklima unter seinen 45 Mitgliedsinstituten im abgelaufenen Jahr. Dem ADM gehören 45 Institute an - darunter auch die größten Institute GfK, NFO Infratest, TNS Emnid, Ipsos/Inra und Nielsen -, die geschätzt etwa zwei Drittel des Branchenumsatzes erwirtschaften,. In der Marktforschungsbranche aktiv als Institut tätig sind rund 250 Unternehmen und Berater. Hier werden zum Teil sehr unterschiedliche Umsätze gemeldet. Während es im Bereich Health boomt, ist der Bereich Car deutlich zurückgegangen. Stark zugenommen hat es in der Industriemarktforschung. Hier verlangt der schärfere Wettbewerb verstärkte Marktforschung, was den spezialisierten Instituten zu Gute kommt. Wer insbesondere Media- und Werbekunden hat, spürt die Flaute ganz besonders. Hier gibt es Institute, die im letzten Jahr geradezu katastrophale Umsatzeinbußen zu verzeichnen hatten. Aber vermeldet wird hier für 2003 eine leichte Aufwärtsentwicklung. Im fmcg-Bereich dagegen ist es sehr unterschiedlich, zumal hier Daten fortgeschrieben werden müssen und man nicht vollends auf Marktforschung verzichten kann. Eine Beurteilung der Geschäftslage für die gesamte Marktforschungsbranche ist sehr schwierig, da die meisten Institute nicht verpflichtet sind, einen Geschäftsbericht zu veröffentlichen. Die am Markt vorliegenden Daten entstammen Selbstauskünften. Da es keine Verbandspflicht für Institute, Feldorganisationen, Studios, Berater oder Spezialisten für die Branche gibt, ist auch die genaue Zahl der in der Marktforschung tätigen Unternehmen nicht bekannt.
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