Branche LEH und Drogeriemärkte behaupteten sich 2008

Freitag, 17. Juli 2009

Lebensmitteleinzelhandel und Drogeriemärkte konnten trotz der anfangs befürchteten konjunkturell bedingten Umsatzeinbußen 2008 eine positive Entwicklung mit einem Umsatzplus von 3,4 Prozent (Vorjahr 3,1 %) auf 153,1 Milliarden Euro verbuchen. Wachstumstreiber waren, wie schon im Vorjahr, die Discounter mit doppelt so hohen Umsatzzuwächsen (+ 7 %) wie im Branchendurchschnitt. Die deutschen Verbraucher decken nicht nur bereits den größten Anteil ihres Bedarfs (38,7 %) an alltäglichen Konsumgütern bei Aldi, Lidl & Co. – sie tun dies mit weiter steigender Tendenz: Für ihre Einkäufe ließen sie pro Haushalt im vergangenen Jahr im Durchschnitt 1.293 Euro bei den Discountern, das waren 36 Euro bzw. knapp drei Prozent mehr als im Vorjahr. Deutliche Steigerungen bei den Durchschnittsumsätzen der Filialen mit + 6 % verbuchten die Supermärkte (Geschäfte 100 bis 999 qm Verkaufsfläche); sie konnten damit jedoch die reduzierte Zahl der Verkaufsstellen (-7 %) nicht vollständig kompensieren und blieben im Umsatz leicht unter Vorjahresniveau (-1,4 %). Die Zahl der Geschäftsschließungen war auch im Vertriebskanal der Drogeriemärkte überdurchschnittlich hoch (-3,7 %). Dank der um sechs Prozent gestiegenen durchschnittlichen Filialumsätze fiel das Umsatzergebnis insgesamt jedoch mit 2,1 % positiv aus. Das sind Ergebnisse der Nielsen-Universen 2009.
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