Branche Kosmetikbranche im Internet - alles andere als glänzend

Montag, 24. November 2008

Das Internet hat sich zu einer immer wichtigeren Shopping- und Informationsplattform für Kosmetik entwickelt: Fast jede dritte Internetnutzerin unter 30 Jahren hat sich 2008 online über Kosmetikartikel informiert. Trotz des starken Interesses an Kosmetikthemen im Web sind die führenden Marken dort überwiegend schlecht aufgestellt. Die Webauftritte der Kosmetikbranche weisen großteils erhebliche formale und inhaltliche Schwächen auf. Das Engagement der Kosmetikanbieter im Internet wird bereits zum fünften Mal untersucht. Die aktuellen Ergebnisse zeigen, dass die Branche zwar überwiegend mit gutem Webdesign überzeugt, weniger aber mit echten Mehrwerten, wie ausführlichen Produktinformationen, individuellen Beratungsangeboten oder überzeugenden Infotainment-Angeboten. Interaktive Inhalte bzw. Web 2.0 Anwendungen, bei denen die Nutzer Inhalte selbst erstellen, bearbeiten oder sich austauschen, werden in der Branche nicht umgesetzt. Einzige Ausnahme ist die Marke Dove, die mit einem breit angelegten Forum im Web überzeugt. Ein Hauptmanko bleibt - wie auch in der letzten Untersuchung - die Nichtbeachtung von Datenschutz-Aspekten, die rund zwei Drittel der Kosmetikanbieter vernachlässigen. Nur insgesamt vier Marken punkten mit einer insgesamt guten Bewertung, während selbst große Marken wie Chanel oder L´Oréal nur schlecht abschnitten. Die Website von Wella landete mit einer mangelhaften Gesamtbewertung auf dem letzten Rang, da sie weder konzeptionell noch inhaltlich überzeugte. Testsieger ist das Webangebot von Schwarzkopf, gefolgt von dem Nivea Markenauftritt. Die Ergebnisse beruhen auf der Studie "Kosmetik Online 2009" der Agentur netaspect. Die Experten analysierten die Webauftritte 18 führender Kosmetikmarken und -Online-Shops. Gesamtsieger ist die Website von Schwarzkopf, die über alle 17 Testkriterien hinweg überzeugte.
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