Branche Konsumklima mit Licht und Schatten

Mittwoch, 25. September 2013
©  alf loidl  / pixelio.de
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Während die Konjunkturerwartung (+8,9 Punkte) und die Anschaffungsneigung (+0,6 Punkte) im GfK-Konsumklima zulegen, muss die Einkommenserwartung – allerdings auf sehr hohem Niveau – Einbußen hinnehmen (-3,5 Punkte).




Mit dem zweiten Rückgang in Folge ist der Aufwärtstrend der Einkommenserwartung, der seit Anfang dieses Jahres zu verzeichnen war, gestoppt worden. Möglicherweise sorgen deutlich gestiegene Nahrungsmittelpreise dafür, dass der Einkommensoptimismus etwas zurückgegangen ist. So haben zuletzt die Preise für Nahrungsmittel um etwa fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr zugelegt.

Offenbar befürchten die Konsumenten mehr und mehr, dass diese Preisentwicklung ihre Kaufkraft beeinträchtigt. Entsprechend gedämpft ist ihr Einkommensoptimismus. Zudem ist es nicht ausgeschlossen, dass auch die Bundestagswahl, deren Ausgang zum Zeitpunkt der Befragung noch offen war, Einfluss auf die Befragten hatte. Einige Konsumenten befürchteten vielleicht weitere finanzielle Belastungen, beispielsweise aufgrund der Eurokrise oder eventueller Steuererhöhungen.
 
Der Gesamtindikator prognostiziert für Oktober 2013 einen Wert von 7,1 Punkten nach revidiert 7,0 Zählern im September.

Nach einer kurzen Verschnaufpause kann das Konsumklima im Herbst wieder geringfügig zulegen. Damit sind die Chancen weiter gestiegen, dass sich der moderate Aufwärtstrend, der seit Anfang dieses Jahres zu verzeichnen ist, auch in den kommenden Monaten fortsetzen kann.
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