Branche Konsumklima bleibt beflügelt

Mittwoch, 28. Januar 2015
Die folgende Graphik zeigt die Entwicklung des GfK Konsumklimaindikators im Verlauf der letzten Jahre (Stand: Januar 2015 / Quelle: GfK)
Die folgende Graphik zeigt die Entwicklung des GfK Konsumklimaindikators im Verlauf der letzten Jahre (Stand: Januar 2015 / Quelle: GfK)
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Das GfK-Konsumklima erreicht den höchsten Stand seit 13 Jahren. Die Verbraucher zeigen sich zum Start ins neue Jahr spürbar optimistischer.

Der drastische Einbruch bei den Energiepreisen in den vergangenen Wochen lässt offenbar auch die Verbraucher nicht unbeeindruckt. Weniger Ausgaben für Benzin und Heizöl stärken das verfügbare Einkommen und lassen den Konsumenten mehr Spielraum für andere Ausgaben bzw. Anschaffungen. Folglich legen sowohl die Einkommenserwartung (+6,8 Punkte auf 47,8 Punkte) als auch die Anschaffungsneigung (+8,3 Punkte auf 57,4 Punkte) spürbar zu.
 
Zudem halten die Konsumenten die niedrigen Energiepreisen offenbar auch für einen wichtigen konjunkturellen Impuls. Sie sehen deshalb die deutsche Wirtschaft nach der Schwächephase im Herbst wieder im Aufwind, wie der zweite Anstieg der Konjunkturerwartung in Folge belegt. Der Indikator gewinnt aktuell 8 Punkte und weist nun 22,5 Zähler. Zudem erhält die Konsumneigung zusätzliche Impulse durch eine weiter fallende Sparneigung, die im Januar auf ein neues Allzeittief abgerutscht ist.
 
Für Februar 2015 prognostiziert der Gesamtindikator 9,3 Punkte nach 9,0 Zählern im Januar. Das ist der höchste Wert seit November 2001. Damals stand das Konsumklima bei 9,6 Punkten. Das Konsumklima setzt seinen klaren Aufwärtstrend fort. Die Aussichten für die Konsumkonjunktur hellen sich damit weiter auf. Es ist davon auszugehen, dass die Binnenkonjunktur in Deutschland auch in diesem Jahr einen wichtigen Beitrag zur gesamten wirtschaftlichen Entwicklung leisten kann. Bereits im vergangenen Jahr war der Konsum auch nach Einschätzung des Statistischen Bundesamtes eine wichtige Stütze der Konjunktur.
 
Dennoch sollte nicht unterschätzt werden, dass nach wie vor gewisse Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung, und damit auch für den Konsum, bestehen. Dazu zählen nach wie vor die internationalen Krisenherde, wie in der Ukraine und im Nahen Osten, die bislang noch weit von einer Lösung entfernt sind. Anhaltend negative Meldungen oder gar eine weitere Eskalation würden auch für den Konsum zu einer schweren Belastung werden.
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