Konsumklima Unsicherheit bleibt Sorge Nummer Eins

Dienstag, 31. Mai 2005

Die Konsumstimmung der Deutschen bleibt weiterhin instabil. Die Konjunkturentwicklung beurteilen sie ähnlich skeptisch wie im Vormonat. Dagegen stieg die Anschaffungsneigung, also die Bereitschaft, in der nächsten Zeit Geld für größere Anschaffungen auszugeben, in diesem Monat an. Die Zunahme konnte den starken Verlust des Vormonats jedoch nur teilweise kompensieren. Unter den Faktoren, die das Konsumklima im Mai beeinflussen, hat die Einkommenserwartung das größte Gewicht. Der Konsumklimaindikator verringerte sich nach revidiert 4,8 Punkten im Mai auf 4,4 im Monat Juni. Betrachtet man die Indikatoren Einkommens- und Konjunkturerwartung sowie Anschaffungsneigung getrennt nach Alten und Neuen Bundesländern, erkennt man, dass die Stimmung der Konsumenten im Osten insgesamt erheblich schlechter ist und die Indikatorwerte deutlich stärker schwanken, als dies im Westen der Fall ist. Die Erwartung der Konsumenten an die Konjunktur ist ähnlich negativ wie die der Finanzanalysten und Unternehmer. Der ZEW-Index, der die Erwartungen der Finanzanalysten zur weiteren wirtschaftlichen Entwicklung misst, weist im Mai eine deutliche negative Tendenz auf. Der ifo- Geschäftsklima-Index zur Stimmung von Unternehmern sinkt zum vierten Mal in Folge leicht.
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