Branche Konsumenten haben Nachholbedarf

Freitag, 30. September 2005

Materielle Werte haben in Zentral- und Osteuropa eine höhere Bedeutung als in Westeuropa. Natürlich achtet man gerade in den zentral- und osteuropäischen Ländern auf den Preis. Die reine Preisorientierung, also niedrigere Preise der teureren Qualität vorzuziehen, ist jedoch in dieser Region mit 51 Prozent kaum höher als in Westeuropa mit 49 Prozent. Unterschiede bestehen in den einzelnen Ländern über Ost- und Westgrenzen hinweg: Während etwa nur 47 Prozent der Ungarn beim Einkaufen allein den Preis für ausschlaggebend halten, tun das in Deutschland 56 Prozent und in Polen sogar 62 Prozent der Verbraucher. Die insgesamt eher geringe Preisorientierung ist gerade im Hinblick auf expandierende Absatzmärkte in Zentral- und Osteuropa ein wichtiger und positiver Aspekt. Trotz aller Unterschiede zwischen den Regierungssystemen und historisch gewachsenen Strukturen lassen sich bei einer tiefer gehenden Analyse der konsumrelevanten Wertorientierungen acht Konsumentengruppen unterschiedlichen Lebensstils feststellen, die auch in Westeuropa wieder zu finden sind. Während jedoch beispielsweise zur Gruppe der konsumorientierten "Träumer" in Westeuropa 8 Prozent der Bevölkerung zählen, ist ihr Anteil in Zentral- und Osteuropa eineinhalbmal so hoch. Die Größe der einzelnen Gruppen variiert in beiden Wirtschaftsräumen zwar noch. Die Einkaufsvorlieben und Medieninteressen sind jedoch in Zentral-und Osteuropa ähnlich wie in Westeuropa.
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