Branche Kaufen mit Moral

Dienstag, 14. November 2006

Deutschlands Verbraucher sind bereit, tiefer ins Portemonnaie zu greifen, wenn Sie dafür Produkte und Dienstleistungen bekommen, die eine ethische Komponente besitzen. Dies ist ein Ergebnis des ersten Moralbarometers des Nürnberger Marktforschungsinstituts PULS. Demnach äußerten 78 Prozent in einer repräsentativen Befragung von über 1000 Bundesbürgern, sie würden einen Aufpreis zahlen, wenn das dahinter stehende Unternehmen sozialverantwortlich handelt. Auch die Höhe des Aufpreises ist durchaus relevant und bewegt sich im Schnitt bei annähernd zehn Prozent. 15 Prozent der Aufpreiswilligen würden einen Aufschlag von über 10 Prozent akzeptieren, 4 Prozent sogar von über 20 Prozent. Die Studie ergab weiter, dass deutsche Konsumenten Unternehmen hierzulande nicht für sonderlich sozialverantwortlich halten. 73 Prozent der Befragten antworteten auf die Frage nach einem vorbildlich sozialverantwortlichen Unternehmen mit „Keines“. Lediglich dem Textilhersteller Trigema und kleineren regionalen Firmen wird Sozialverantwortung zugebilligt. Woran machen deutsche Verbraucher sozialverantwortliches Verhalten von Unternehmen fest? Mit Abstand an der Spitze steht der Erhalt und Ausbau von Arbeitsplätzen in Deutschland. 84 Prozent halten dies für eine „sehr wichtige soziale Maßnahme“, gefolgt von Fairness gegenüber Mitarbeitern (64 Prozent „sehr wichtige soziale Maßnahme“), Schonung der Umwelt (53 Prozent) und Unterstützung sozial schwacher Menschen (41 Prozent).
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