Branche Jeder vierte Autokäufer in Deutschland liebäugelt mit einem Navigationssystem

Donnerstag, 11. September 2003

Das Navigationssystem im Auto steht offenbar kurz vor dem ersehnten Sprung, zur "Normalausstattung" zu gehören. Das Produkt ist auf dem Weg aus den oberen Marktsegmenten in den sogenannten Massenmarkt ist. Bei ihren Kaufplänen liegen die Fahrer der Marken Opel und VW auf dem gleichen Niveau wie die Käufer der Marken Mercedes-Benz und Audi, die definitiv ein Navigationssystem beim nächsten Autokauf einplanen. Bei der Ausprägung "plane wahrscheinlich" mischen sehr stark auch Ford- und Renault-Fahrer mit. Die Hersteller von Navigationssystemen für Pkw werden ihre Marketingmaßnahmen sehr stark auf die traditionell vernachlässigte Zielgruppe der älteren Pkw-Fahrer zuschneiden müssen. Es ist keine Überraschung, dass nahezu jeder Dritte der über 50-Jährigen ein Navigationssystem häufiger in ihre Autokaufplanung einbeziehen, als die unter 30-Jährigen (8 Prozent dieser Altersgruppe). Zum einen ist das ein Komfort- und Sicherheitsfeature, zum anderen liegen die Preise immer noch in einem Bereich, der für die meisten jüngeren Verdiener deutlich über deren finanziellen Möglichkeiten liegt. Weiterhin spielt das Haushaltsnettoeinkommen eine entscheidende Rolle für den Kauf oder Nicht-Kauf einer Pkw-Ausstattung, die durchschnittlich im Preissegement zwischen 1.200 und 1.500 Euro liegt. Bei dem Kaufplanern liegt die Schwelle für die Anschaffung eines Navigationssystems bei einem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen von etwa 1.500 Euro überraschend niedrig. In den darüber liegenden Einkommensklassen liebäugeln 26-28 Prozent mit einem Navigationssystem, von denen darunter sind es nur 17 Prozent.
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