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Donnerstag, 20. Januar 2005
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Praxisgebühr Grundsatz Krankheitsfall Ipsos


Gesundheit ist das höchste Gut. Nach diesem Grundsatz scheinen viele Deutsche auch nach Einführung der Praxisgebühr zu leben. Acht von zehn Deutschen (82%) ist im Krankheitsfall die Praxisgebühr "egal"; Aber: jüngere Patienten, ziehen deutlicher Konsequenzen aus der Praxisgebühr als Ältere. So ver-schoben 16 Prozent der unter 35-Jährigen aber nur elf Prozent der über 54-Jährigen den notwendi-gen Gang zum Arzt. Ein entsprechendes Altersgefälle gab es bei der Aussage "Wenn ich krank bin, gehe ich zum Arzt, da ist mir die Praxisgebühr egal". 73 Prozent der unter 35-Jährigen, aber 88 Prozent der über 54-Jährigen schlossen sich dieser Aussage an. Auch wenn es darum geht, die Praxisgebühr durch einen Gang zur Apotheker zu umgehen, liegen die Jüngeren vorn (42% gegen-über 22%). Und das, obwohl 91 Prozent der Befragten angeben, einen Hausarzt zu haben, zu dem 79 Prozent ein "echtes Vertrauensverhältnis" haben. Im Jahre 2004 wurde der Hausarzt im Durchschnitt fünfmal konsultiert. Zwei Drittel (65%) der Befragten gab an, ihn genauso häufig besucht zu haben wie 2003, 15 Prozent waren "häufiger", 18 Prozent "seltener" als 2003 beim Hausarzt gewesen. Jüngere Befragte machten bei der Besuchshäufigkeit von 2003 auf 2004 deutlich mehr Abstriche. Gut jeder vierte (27%) unter 35-Jährige aber nur jeder zehnte (10%) über 54-Jährige war 2004 seltener bei seinem Hausarzt als im Jahr davor. Diese Entwicklung gilt in ähnlichem Maße für Facharztbesuche. Fachärzte wurden 2004 von jedem Bundesbürger ab 14 Jahren durchschnittlich 3,1 Mal besucht, für gut jeden fünften (22%) war das häufiger als im Vorjahr, für fast ebenso viele (19%) seltener, die Mehrheit (57%) sah 2003 einen Facharzt genauso oft wie 2004. Die ausführlichen Ergebnisse können Sie direkt bei Ipsos nachlesen:
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