Branche Interaktives Fernsehen scheitert an komplizierter Bedienung

Mittwoch, 27. August 2003
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Mannschaftsaufstellung Bedienung Deutschland


Schon heute entscheiden Fernsehzuschauer per Telefon über die Container-Crew bei Big Brother, wählen den nächsten deutschen Superstar und bestimmen vielleicht sogar bald die Mannschaftsaufstellung beim Fußball. Bereits 2005 soll die Hälfte der 36 Millionen Fernsehhaushalte in Deutschland interaktives Fernsehen (iTV) nutzen können. Damit kann das TV-Publikum direkt, ohne telefonieren zu müssen, ins Geschehen am Bildschirm eingreifen. Der neue Fernsehstandard droht jedoch an der Systemvielfalt zu scheitern. Die Zuschauer werden verwirrt, da sich die Anbieter bisher nicht auf die einheitliche Gestaltung der Benutzeroberflächen (Electronic Program Guides, EPG) einigen konnten. Das Versenden von E-Mails, Web-Spiele, Online-Shopping oder Internet-Banking über den digitalen Fernseher erfordern eine sowohl "kinderleicht" als auch seniorengerecht gestaltete Benutzeroberfläche. Die geldbringenden Anwendungen - prognostiziert wird ein Marktvolumen von über 8 Milliarden Euro in 2005 - müssen einfach und unkompliziert bedienbar sein und über die Fernbedienung mit einigen Knopfdrücken erledigt werden können.
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