Branche Hartz IV - "Wessis" contra "Ossis"

Samstag, 18. September 2004

Die Diskussion um Hartz IV wird von einem Großteil der Bevölkerung aufmerksam verfolgt. 73 Prozent der Westdeutschen und 82 Prozent der Ostdeutschen sehen in Hartz IV einen "tiefen Einschnitt in den Sozialstaat". Die Teilnahme an diesen Demonstrationen wird allerdings von Mal zu Mal schwächer. Das mag daran liegen, daß sich inzwischen auch mehr und mehr Menschen über die konkreten Inhalte des Arbeitsmarktreformgesetzes informiert haben und manches darin nachvollziehen können. Im Westen zumindest findet gut jeder zweite aus der Bevölkerung die sogenannte Ein-Euro-Job-Regelung gut. Widerspruch gegen diese Regelung, nach der ein Arbeitsloser zusätzlich zum Arbeitslosengeld für ein oder zwei Euro die Stunde gemeinnützig arbeiten soll, gibt es mehrheitlich jedoch in Ostdeutschland (57 Prozent). Im Westen halten es 58 Prozent auch für zumutbar, daß denjenigen, die solche Ein-Euro-Jobs ablehnen, das Arbeitslosengeld gekürzt werden kann. Die meisten Menschen in Ostdeutschland dagegen finden mehrheitlich, daß der Druck, den der Staat mit einer solchen Bestimmung auf Arbeitslose ausübt, zu weit geht.
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