Branche Gesundheit als Taktgeber

Freitag, 01. Juni 2012
Gesundheit - heute und morgen
Gesundheit - heute und morgen
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Taktgeber Vergleich Zukunftsinstitut


Im Vergleich zu früher sind die Menschen in den westlichen Nationen heute viel weniger durch unheilbare Krankheiten bedroht. Dennoch ist Gesundheit als Thema allgegenwärtig und durchdringt alle Bereiche unseres täglichen Lebens.

Immer mehr Menschen haben daher heute das Gefühl, nicht belastbar genug zu sein. Sie fühlen sich ermüdet, häufig ohne den genauen Grund dafür zu wissen. Exemplarisch sei hierfür das Phänomen Burnout genannt. Einher geht mit dieser Entwicklung der Trend zur „Präventivgesellschaft“, der die Verbreitung der Do-It-Yourself-Medizin fördert.

Smarte Technologien werden stärker die körperlichen Potenziale des Individuums veranschaulichen und zu Verhaltensänderungen führen. Daten, die früher im Verborgenen lagen, werden künftig zum Wohle der Gesellschaft im Sinne von „Open Health“ öffentlich gemacht. Das Web 2.0 führt zum mündigen Patienten, der dem Arzt auf Augenhöhe begegnet.

Der einstige Patient wandelt sich zum Power-Kunden, der in den Konsummärkten gelerntes Verhalten in den Gesundheitsbereich überführt. Vertrauen wird durch knallharte Preis- und Qualitätsvergleiche und Peer Reviews bei Ärzte- und Klinikportalen ersetzt. An die Stelle des Hilfe suchenden Kranken tritt der selbstbewusste „Gesundheitsprosument“, der eine hohe Erwartung an das Diensleistungsethos jeder medizinischen Einrichtung hat. Aus willigen Patienten werden – zum Leidwesen mancher Ärzte – anspruchsvolle, informierte Kunden.

Soweit das Bild der Gesundheitsgesellschaft von morgen., das Zukunftsinstitut in seiner neuen Studie „Healthness – die nächste Stufe des Megatrends Gesundheit“ zeichnet.
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