Gesellschaft für Konsumforschung GfK konkretisiert Zusammenarbeit mit IBM

Dienstag, 10. April 2018
Umsatzzahlen bleiben hinter Erwartungen zurück
Umsatzzahlen bleiben hinter Erwartungen zurück
© GfK

Im Rahmen der Zusammenarbeit mit dem IT-Riesen IBM wird die GfK in Indien und Bulgarien die Services und Mitarbeiter der dort angesiedelten globalen Dienstleistungszentren (GSC) ausgliedern, sagte ein Sprecher des Unternehmens gegenüber planung&analyse. IBM wird die GfK in ausgewählten automatisierbaren Prozessen unterstützen, alle Schlüsselkompetenzen im Bereich der Datenanalyse werden jedoch bei der GfK verbleiben.
„Mit diesem strategischen Schritt wird sich GfK auf die Entwicklung von hoch relevanten, innovativen und qualitativ hochwertigen Lösungen fokussieren, während IBM mit ihren Stärken in der Automatisierung bestimmte andere Geschäftsprozesse optimal unterstützt“, heißt es aus der Konzernzentrale in Nürnberg. Jetzt wurde bekannt, um welche Geschäftsbereiche es sich dabei handelt. Das globale Dienstleistungszentrum in Indien wird an IBM ausgelagert. Auch in Sofia, Bulgarien werden eine Reihe von Funktionen an IBM übertragen. Alle 500 Mitarbeiter wechseln dafür zu dem IT-Konzern, teilt ein Sprecher der GfK mit. Schon zuvor war bekannt geworden, dass in Deutschland rund 600 Arbeitsplätze verloren gehen. 16 von 23 Standorten der GfK, die über Deutschland verteilt sind, werden geschlossen. Lediglich Hamburg, Berlin, Frankfurt, München, Hassloch und Baden-Baden bleiben als GfK-Standorte erhalten. In Nürnberg werden rund 400 Arbeitsplätze eingespart, heißt es weiter. Bis 2019 will der Marktforscher etwa 200 Millionen Euro an Kosten einsparen, der Abbau von bis zu 2.600 Stellen steht im Raum.

Johannes Huth, Vorstand des Investors KKR und Aufsichtsrat der GfK
Johannes Huth, Vorstand des Investors KKR und Aufsichtsrat der GfK (© KKR)
Der Vorstand des Investors KKR und Aufsichtsrat der GfK, Johannes Huth, hatte gegenüber der Wirtschaftszeitung Capital erläutert, dass der Prozess der Erneuerung beim Marktforscher GfK einige Jahre dauern werde. „Doch wenn man das nicht anstoßen würde, hätte die Gesellschaft gar keine Zukunft mehr“, sagte Huth.
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