Branche Generelles Rauchverbot in Europa - Knapp 70 der Deutschen sind dafür

Freitag, 03. März 2006

Wird das europäische Parlament in Sachen Zigarettenrauch bald den Ländern Italien, Portugal und ab Sommer 2007 auch England folgen? Mehr noch als in der Gastronomie stört der Zigarettenrauch am Arbeitsplatz oder würde stören, wenn dort geraucht werden dürfte, 70 Prozent geben dies an. Konkret betrachtet zeigt sich, dass an den Arbeitsplätzen von 25 Prozent der Befragten tatsächlich geraucht werden darf, vom Rauch an diesen Arbeitsplätzen sind immerhin auch zu 19 Prozent Nichtraucher betroffen. Dies, obwohl es seit dem 03.10.2002, eine Arbeitsstättenverordnung gibt, die besagt: "Der Arbeitgeber hat die erforderlichen Maßnahmen zu treffen, damit die nichtrauchenden Beschäftigten in Arbeitsstätten wirksam vor den Gesundheitsgefahren durch Tabakrauch geschützt sind." Konflikte wegen Zigarettenrauch gibt es an 24 Prozent dieser Arbeitsplätze. Bei der Frage, was denn nun störend ist am Zigarettenrauch, steht nicht das gesundheitliche Risiko an erster Stelle, sondern der schlechte Geruch. Die meisten stört, dass Haare und Kleider nach Zigarettenrauch riechen (78 Prozent), aber auch der Geruch selbst wird von vielen als unangenehm empfunden (69 Prozent). Erst dann, auf Platz drei, ein gesundheitlicher Aspekt: "Das Wissen darüber, dass Zigarettenrauch schädlich ist" (58 Prozent). Auf Platz vier dann wieder eher ein sinnlicher Aspekt: "Dass man das Essen im Restaurant nicht richtig schmeckt" (44 Prozent). Darauf folgt, "Dass man Kopfschmerzen und andere Beschwerden bekommt" (43 Prozent) und "Dass sich die Konzentration verschlechtert" 24 Prozent. Immerhin fühlen sich 13 Prozent der Befragten von Zigarettenrauch gar nicht gestört, dies sind 4 Prozent der Nichtraucher und 38 Prozent der Raucher.
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