Branche Frauen in der Werkstatt

Freitag, 29. Juni 2012
Kundenservice für Frauen in Männerdomänen
Kundenservice für Frauen in Männerdomänen

Nicht nur wenn es um den Job geht, haben Frauen häufig das Nachsehen, sondern auch beim Thema Kundenservice; zumindest in (vermeintlich) typischen Männerdomänen wie dem Verkaufsgespräch im Elektromarkt, im Baumarkt oder in der Autowerkstatt. So geben 44,5 Prozent der befragten Frauen an, zumindest schon ab und zu herablassend behandelt und knapp jede Zehnte (9,5 Prozent) sieht sich sogar häufig bis sehr häufig. Außerdem fühlt sich fast jede fünfte Frau (18,1 Prozent) in einer entsprechenden Kundensituation zumindest ab und zu bewusst getäuscht, nur weil sie eine Frau ist.
 
Was sich Frauen in einer Autowerkstatt wünschen
Was sich Frauen in einer Autowerkstatt wünschen
86,1 Prozent legen vor allem Wert auf kompetente Beratung, wenn sie von einem Mann in einer typischen Männerdomäne (z.B. Werkstatt, Baumarkt, Handwerk) beraten werden. 80,2 Prozent möchten aber auch das Gefühl haben, ernst genommen zu werden.
 
Dabei kümmert sich gut die Hälfte aller befragten Autofahrerinnen selbst um den Werkstattbesuch (52,3 Prozent), immerhin 40,6 Prozent der Frauen überlässt die Aufgabe ihrem Mann, Partner oder Freund. Für 91,3 Prozent steht die Transparenz der Kosten im Fokus. Außerdem wichtig für 80,9 Prozent der Autofahrerinnen: einen kurzfristigen Termin zu bekommen, der auch eingehalten wird. Rund drei Viertel (76,5 Prozent) möchten verstehen, was am Fahrzeug gemacht werden muss, und 61,7 Prozent legen Wert auf einen freundlichen und gepflegten Ansprechpartner.
 
TNS Emnid befragte im Auftrag von Carglass 1.001 Frauen im Alter von 18 bis 65 Jahren zu Kundenerlebnissen und -wünschen in typischen Männerumfeldern.
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