Branche Frauen auf der ganzen Welt sind gestresst

Donnerstag, 30. Juni 2011
© Dieter Schütz / PIXELIO
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Fast 80% aller Frauen in entwickelten Märkten sind der Meinung, dass sich die Rolle von Frauen verändern wird, wobei 90% davon an eine positive Veränderung glauben. Alle Befragten gaben an unter Zeitdruck zu stehen und sich gestresst und überarbeitet zu fühlen, allerdings stehen Frauen in den Wachstumsländern unter größerem Druck als in entwickelten Ländern. Zwar müssen Frauen weltweit verschiedene Rollen unter einen Hut bringen, aber ein entscheidender Faktor für den höheren Stresslevel ist nach Aussagen der Frauen in Wachstumsmärkten der Mangel an Geld, was für die Frauen selber oder für Urlaub übrig bleibt, nachdem die Grundbedürfnisse erfüllt wurden.

Unter den befragten Frauen in den Wachstumsmärkten sagten Frauen in Indien (87%), Mexiko (74%) und Russland (69%), dass sie am meisten gestresst sind bzw. unter Zeitdruck stehen, währepnd in den entwickelten Ländern der Druck am schlimmsten für Frauen in Spanien (66%), Frankreich (65%) und Italien (64%) ist.

Bei der Frage nach der Verwendung von (erwartetem) zusätzlich verdientem Geld in den nächsten fünf Jahren zeigen sich Unterschiede auf. Mehr als die Hälfte (56%) der Frauen in den Wachstumsmärkten planen das Geld für die Bildung ihrer Kinder auszugeben, während es in den entwickelten Ländern 16% der Frauen sind. Insbesondere Frauen in Nigeria (85%), Indien (76%) und Malaysia (63%) finden das Sparen für die Bildung ihrer Kinder am Wichtigsten.

Frauen in entwickelten Märkten gaben an, ihr zusätzliches Geld für Urlaub (58%), Lebensmittel (57%) und Ersparnisse bzw. Tilgung von (Kreditkarten-)Schulden (jeweils 55%) ausgeben zu wollen, während Frauen in den Wachstumsmärkten ihr zusätzliches Geld für alltägliche Bedürfnisse wie Kleidung (70%), Lebensmittel (68%) sowie Gesundheits- und Kosmetikartikel (53%) verwenden wollen. Urlaub folgt an siebter Stelle der Prioritätenliste mit 40% der Frauen, die ihr zusätzliches Geld dafür ausgeben möchten.

In allen untersuchten Ländern glauben Frauen mehr Möglichkeiten als ihre Mütter zu haben. Während Frauen in den Wachstumsmärkten bessere Möglichkeiten für ihre Töchter als für sich selbst sehen, glauben die befragten Frauen in entwickelten Ländern, dass ihre Töchter die gleichen, jedoch nicht mehr Möglichkeiten haben werden.

Weniger als die Hälfte (40%) der Frauen in den entwickelten Ländern glauben, ihre Töchter werden eine höhere finanzielle Stabilität haben, während 54% glauben, ihre Töchter werden eine bessere Bildung genießen. 34% glauben, ihre Töchter werden im Vergleich zu heute nicht selber bestimmen können, wenn sie in Rente gehen wollen. Fast drei Viertel (74%) der befragten Frauen in entwickelten Ländern glauben aber, dass ihre Töchter einen besseren Zugang zu Technologie haben werden.

In den Wachstumsmärkten glauben 80% der Frauen, dass ihre Töchter eine höhere finanzielle Stabilität haben werden. 83% meinen, ihre Töchter werden eine bessere Bildung bekommen und 84% glauben ihre Töchter werden einen besseren Zugang zu Technologie haben.

© Dirk Schelpe/ PIXELIO
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Fernsehen ist die Top-Informationsquelle über neue Produkte für Frauen auf der ganzen Welt. In allen zehn untersuchten Wachstumsländern und in sieben von elf untersuchten entwickelten Ländern läuft Fernsehen 14 anderen Informationsquellen den Rang ab. (In Deutschland und Spanien rangiert Mundpropaganda noch vor Fernsehen; in Südkorea stehen Internetsuchanfragen an erster Stelle und in Schweden ist es Direct Mail).

Der wichtigste Treiber von Markentreue in 20 der 21 untersuchten Ländern sowie in über zwölf untersuchten Kriterien und generationsübergreifend ist Qualität. (Frauen in UK stellen Vertrauen vor Qualität). Ein gutes Preis-Leistungsverhältnis sowie Qualitätsprodukte sind die wichtigsten Treiber, damit Frauen ihren Einkauf im Laden tätigen (für Produkte wie Lebensmittel, Getränke, Gesundheits- und Kosmetikprodukte, Medikamente und Elektronik).

Social Networking ist fest im digitalen Alltag von Frauen verankert. 65 bis 70% der aktiven Onlinenutzerinnen in den entwickelten Märkten wie Australien, Frankreich, Italien, Südkorea und Brasilien besuchen die führende Social Networking-Website in ihrem jeweiligen Markt. In den USA besuchen 73% der Onlinenutzerinnen das führende Social Network, in Deutschland sind es 50%.

Die Nielsen-Studie „Women of Tomorrow“ wurde von Februar bis April 2011 durchgeführt. Die Befragung erfolgte mit knapp 6.500 Frauen in 21 entwickelten Ländern und Schwellenländern in Asien-Pazifik, Europa, Lateinamerika, Afrika und Nordamerika und wurde in den entwickelten Ländern online und in den Wachstumsländern teils online, teils per Interview (an einem zentralen Standort oder im Haushalt) durchgeführt.
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