Esomar Kongress 2017 Mut zum Wandel

Dienstag, 12. September 2017
Mit dem Haka, dem Kriegstanz der Māori, ist der Esomar-Kongress in Amsterdam gestartet
Mit dem Haka, dem Kriegstanz der Māori, ist der Esomar-Kongress in Amsterdam gestartet
© p&a

Mit rund 1.200 Besuchern startete gestern der Esomar Kongress in Amsterdam. Der Weltverband für Marktforscher feiert seinen 70. Geburtstag. Drei Tage lang treffen sich Experten aus allen Kontinenten.

Stampfen, Schreien, Klopfen, die Zunge raus strecken. Der Haka, der Kriegstanz der Māori, der heute von der neuseeländischen Rugby-Mannschaft zelebriert wird, steht am Beginn des Programms. Muss die Branche sich selber Mut machen?

Tag 1 zeigt die geballte Kompetenz von betrieblichen Marktforschern, zumindest auf der Hauptbühne: Philips, Coca-Cola, Pepsi-Cola, Diageo, Air France-KLM. Dort ist viel vom Wandel die Rede. Die Großunternehmen haben sich ganz und gar der Consumer Centricity verschrieben und erkannt, dass die Abteilung Marktforschung der Schlüssel dazu ist. Das macht Mut. Dafür wird in einigen Unternehmen radikal umgebaut, zentralisiert und Kompetenzen werden effektiver eingesetzt. Manchmal geht das auch ganz ohne Unterstützung vom Markt. Die best ausgebildeten Fachkräfte? Landen bei uns. Die Daten aus dem Konsumentenverhalten? Haben wir schon. Die geballte Kompetenz aus zahlreichen Studien? Wird in der Insight Engine der Firmen verwahrt. Alles wunderbar. Nur die Institute, die Input geben, die frische Fragen stellen und neue Methoden auf eigene Kosten entwickeln, um sie dem Markt zur Verfügung zu stellen, die werden kaum erwähnt an diesem Tag 1 auf der Hauptbühne. Immerhin stellt Coca-Cola Japan seine Kooperation mit Zappi-Store vor.

Die Dienstleister kamen auf zwei weiteren Bühnen, die mitten in den geräuschvollen Kommunikationszonen stehen, zu Wort und im Dome, einem Zelt für die Vorstellung von Startups.
Anneke Quinn-de Jong, Senior Market Intelligence Manager von Philips
Anneke Quinn-de Jong, Senior Market Intelligence Manager von Philips (Bild: p&a)
Ein Vortrag hat zum Nachdenken angeregt. Anneke Quinn-de Jong, Senior Market Intelligence Manager von Philips, berichtet über ihre Sorge, dass die Skills und das Wissen der Marktforschung aufgehen in einem allgemeinen wachsenden Wissen. Jeder ist heutzutage Journalist, jeder ist heute Marktforscher, wer braucht noch Experten? 

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