Branche Eine Bank ohne Bankschalter?

Freitag, 29. November 2013
© Karl-Heinz Laube  / pixelio.de
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Beratungsaspekt Bankfiliale Deutschland


Um den Beratungsaspekt in den Mittelpunkt ihrer Tätigkeiten zu stellen zu können, setzen viele Bankfilialen inzwischen auf ein wohnliches Ambiente: Im Vordergrund steht der offene Raum – in dem dann auch kein Platz mehr für den Bankschalter ist, an dem eingezahlt und Geld abgehoben wurde.

Allerdings stoßen schalterlose Bankfilialen in der Bevölkerung auf mehr Skepsis und Zurückhaltung denn auf wirkliche Begeisterung: lediglich jeder fünfte Bankkunde (21%) in Deutschland beurteilt das Konzept ausgezeichnet (4%) oder sehr gut (17%); fast die Hälfte hingegen nur als mäßig (30%) oder sogar schlecht (14%). Rund jeder dritte Bankkunde (35%) urteilt abwartend positiv, ohne jedoch vom Konzept schalterloser Bankfilialen wirklich überzeugt zu sein. Positiv kann hier lediglich gewertet werden, dass die allgemeine Akzeptanz für ein solches Konzept die unmittelbare Ablehnung deutlich übersteigt.

Besonders kritisch äußern sich, neben den über 60-jährigen, auch die unter 30- jährigen Bankkunden. Differenziert man nach unterschiedlichen Institutsgruppen, äußern sich die Kunden von Genossenschaftsbanken und Sparkassen am kritischsten. Wirklich große Begeisterungen können schalterlose Bankfilialen in keinem Kundensegment stiften. Keine Rolle bei der Beurteilung spielt die unterschiedliche Beratungsaffinität; beratungsaffinere Kunden urteilen also nicht positiver als Kunden, die nur wenig Beratungsinteresse zeigen.

Die aktuelle Studie „Trendmonitor Finanzdienstleistungen 2013“ wurde von Nordlight Research in Zusammenarbeit mit dem Befragungsdienstleister respondi durchgeführt. Über 1.000 Bundesbürger ab 18 Jahren, die im Besitz eines Girokontos sind, wurden zur Akzeptanz unterschiedlicher innovativer Banking-Konzepte befragt.
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