Eilmeldung Streitsache Telefonmarktforschung

Donnerstag, 03. August 2006

Zu dem Urteil des Landgerichts Hamburg vom 30. Juni 2006 (Az.: 309 S 276) und anderen Verfahren, die die Telefonmarktforschung zum Gegenstand haben, haben der ADM Arbeitskreis Deutscher Markt- und Sozialforschungsinstitute e.V. und der BVM Berufsverband Deutscher Markt- und Sozialforscher e.V. eine Stellungnahme vorgelegt, die hier in den zentralen Punkten wiedergegeben wird. 1. Kein allgemeines Verbot von unerbetenen Telefonanrufen zu Marktforschungszwecken 2. Es handelt sich um eine vorläufige Regelung 3. Die Argumente des ADM und BVM gegen das Urteil:
3.1 Die Markt- und Sozialforscher können sich nach der Rechtsansicht von ADM und BVM auf Gewohnheitsrecht und Besitzstand berufen
3.2 Umfragen zu Marktforschungszwecken können nicht mit Werbung gleichgesetzt werden
3.3 Hohe Akzeptanz für telefonische Befragungen zu Marktforschungszwecken
3.4 Aus methodischen Gründen gibt es keine gleichwertigen Alternativen der Datenerhebung
3.5 Ein privater Telefonanschluss gehört nicht zum Kernbereich des allgemeinen Persönlichkeitsrechts, so dass eine Störung durch einen unerbetenen Telefonanruf zu Markt- und Sozialforschungszwecken hingenommen werden muss. 4. Zur Wiederholungs- bzw. Begehungsgefahr: Hinweise siehe Stellungnahme 5. Zum Vorgehen bei Abmahnungen und Gerichturteilen: Hinweise siehe Stellungnahme Die komplette Stellungnahme kann bei planung & analyse angefordert werden: redaktion@planung-analyse.de
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