Branche Eigenverantwortung bei Datenschutz

Freitag, 25. Januar 2013
AGS werden erstaunlich oft gelesen (Quelle: TNS)
AGS werden erstaunlich oft gelesen (Quelle: TNS)

70 Prozent der Befragten in Deutschland sehen sich selbst in der Verantwortung, wenn es um den Schutz persönlicher Daten geht. Nur 17 Prozent sind der Meinung, dass der Gesetzgeber für den Schutz persönlicher Daten zuständig ist. Es folgen die Anbieter, die die Daten abfragen (sieben Prozent), Datenschutzbehörden (drei Prozent) und Verbraucherschutzstellen (zwei Prozent).

Bedenken bei der Herausgabe persönlicher Daten haben Verbraucher laut der Studienergebnisse insbesondere bei Gewinnspielen (82 Prozent) und sozialen Netzwerken (78 Prozent). Mehr Vertrauen genießen dagegen Krankenkassen und Versicherer sowie Banken.

Die eigene Bankverbindung hingegen wird von den Bundesbürgern nur ungern herausgegeben: 83 Prozent der Befragten äußern hier ihre Bedenken. Kritisch gesehen werden auch persönliche Fotos (77 Prozent), die sogar noch vor Krankenblättern bzw. der persönlichen Krankengeschichte (73 Prozent) rangieren. Weniger sensibel werden hingegen Vor- und Nachname, die Angabe des Geburtsdatums sowie Einkaufsdaten erachtet.

Knapp 60 Prozent der Befragten fühlen sich in der „Offline-Welt“ mit Blick auf den Datenschutz am sichersten. Noch mit Skepsis betrachtet wird das Versenden und Empfangen von Daten über das Handy oder Smartphone, nur fünf Prozent der Befragten haben dabei ein gutes Gefühl.

Im Auftrag von Payback befragte die TNS Emnid Medien- und Sozialforschung GmbH im Dezember 2012 telefonisch insgesamt 1.004 Personen ab 16 Jahren.
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