Branche Discounter im Basisgeschäft weiterhin erfolgreich

Montag, 03. April 2006
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Auch wenn Discounter ihre Kunden heutzutage vor allem mit Angeboten wie High-Tech-Notebooks, Digitalkameras und LCD-Fernsehern ins Geschäft locken, bleibt ihr eigentliches Basisgeschäft - nämlich der Verkauf von Lebensmitteln, Getränken, Wasch- und Putzmitteln - erfolgreich. Laut einer aktuellen Auswertung der Konsumentenforschung von ACNielsen Homescan besuchte nahezu jeder Haushalt in Deutschland im vergangenen Jahr einen Discounter - im Schnitt insgesamt rund 66-mal. Die durchschnittlichen Haushaltsausgaben für Güter des täglichen Bedarfs stiegen in den Discountern dabei von 1.121 Euro im Vorjahr auf 1.133 Euro im Jahr 2005 leicht an. Am häufigsten aufgesucht wurden die Aldi-Märkte, die ungefähr alle zwei Wochen frequentiert wurden. Im Schnitt kaufte ein Haushalt im letzten Jahr in vier unterschiedlichen Discount-Unternehmen ein. Insgesamt betrachtet gingen die Ausgaben der Haushalte für Güter des täglichen Bedarfs im Jahr 2005 in Deutschland um durchschnittlich knapp drei Prozent auf rund 3.200 Euro je Haushalt zurück. Grund dafür war eine geringere Anzahl an Einkäufen als im Vorjahr, während die Ausgaben je Einkauf stabil blieben. Einzig junge Paare ohne Kinder kauften häufiger ein und gaben insgesamt mehr für Konsumgüter aus als zuvor. Neben günstigen Preisen und guter Erreichbarkeit zählt für die deutschen Konsumenten vor allem die Schnelligkeit beim Einkauf: Laut Konsumentenforschung von ACNielsen Homescan gaben 66 Prozent aller Haushalte in Deutschland an, am liebsten dort einzukaufen, wo die Einkäufe schnell erledigt werden können; nur fünf Prozent messen diesem Aspekt eine eher geringe Bedeutung zu. Viel Zeit fürs Einkaufen gestehen sich lediglich 38 Prozent der Verbraucher zu. Bei der Entscheidung am Regal spielt die Zufriedenheit mit dem Produkt eine zentrale Rolle: 73 Prozent der Haushalte behaupteten, einem Produkt treu zu bleiben, wenn sie damit zufrieden sind - was nicht heißt, dass auch mal spontan zu einem Sonderangebot gegriffen wird: dies trifft immerhin auf 44 Prozent der Konsumenten zu.
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