Branche Deutsche sind Frühaufsteher

Dienstag, 22. März 2005

Die Deutschen gehen gerne früh, die Portugiesen lieber spät zu Bett! Die Deutschen weichen von diesen Durchschnittswerten allerdings ab. Hierzulande gehen nur 24 Prozent der Befragten nach Mitternacht ins Bett. Dafür sind wir aber auch wieder früh auf den Beinen: laut Eigenbekundung stehen 29 Prozent der Deutschen vor sechs Uhr auf, während es im EU-Durchschnitt gerade einmal 15 Prozent derartige Frühaufsteher gibt. Haben unsere Grosseltern im Durchschnitt noch neun Stunden Schlaf genossen, so sind es heutzutage überwiegend zwischen sieben und acht Stunden, die wir uns gönnen. Dies gilt auch für die Mehrheit der Deutschen, die zu 70 Prozent auf eine Schlafdauer zwischen sieben und acht Stunden kommen. Gemäss einer über das Internet durchgeführten Befragung von 14.000 Verbrauchern weltweit sind die Portugiesen mit 75 Prozent der Bevölkerung, die erst nach Mitternacht schlafen gehen, die grössten Nachtschwärmer. Bei den Spaniern sind es 65 Prozent und bei den Italienern 39 Prozent, die bis nach Mitternacht wach sind, in Deutschland gerade einmal 24 Prozent. Das neue Jahrtausend hat uns einen 24-Stunden-Tag gebracht. Der uneingeschränkte Gebrauch von Internet und TV setzt keine Schranken beim Arbeiten, Einkaufen oder bei der Unterhaltung. In Asien und in Amerika ist die Tendenz zu Shops, Supermärkten sowie auch Fitnesscentern, die rund um die Uhr geöffnet sind steigend, während in Südeuropa das Aufbleiben bis spät nachts ein Teil des Lebensstils und der Kultur widerspiegelt. Auf der ACNielsen Top Ten Liste der Nachtschwärmer sind nur drei europäische Länder zu finden, während es bei den Frühaufstehern deren fünfe sind. Über 60 Prozent der Befragten in Dänemark, Deutschland, Österreich, Finnland und Norwegen gaben an, vor 07.00 Uhr aufzustehen. 29 Prozent der Deutschen und 25 Prozent Österreicher stehen sogar noch vor 06.00 Uhr auf. Global haben die Befragten angegeben, dass Arbeitszeiten und Gewohnheiten ihre Schlafmuster am meisten beeinflussen. Die Deutschen werteten zu 54 Prozent die Arbeitszeiten als ausschlaggebend für die Anzahl geschlafener Stunden, gefolgt von einem Anteil von 44 Prozent, die Gewohnheiten als wichtigsten Grund angaben. Für weitere 18 Prozent waren familiäre Verpflichtungen und Kinder der Hauptgrund für ihre Schlafmuster.
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