Branche Deutsche im Misstrauen spitze

Dienstag, 25. November 2003
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Börsenskandal Europa USA Deutschland


Politiker, Manager, aber auch Journalisten haben ein Problem: Man traut ihnen nicht wirklich. Die Börsenskandale der letzten Monate und Jahre haben das Vertrauen von fast 50 Prozent der Deutschen und Westeuropäer in das Management der börsennotierten Unternehmen beeinträchtig. Lediglich 15 Prozent fühlen sich davon nicht berührt. Anders denken hier wieder die Dänen einerseits sowie Portugiesen und Osteuropäer andererseits: Die Zahl derer, die meinen, dass sie von den Skandalen nicht berührt wurden, ist besonders hoch und übertrifft die Zahl derer, deren Vertrauen nach den Börsenskandalen gesunken ist. Im Vergleich zur US-Wirtschaft glauben vier von zehn europäischen Bürgern, dass europäische Unternehmen in ähnlich guter Qualität wie amerikanische geführt werden. Dass europäische Führungskräfte schlechter als amerikanische sind, meinen lediglich 16 Prozent. Bei Deutschen ist der Prozentsatz derer, die der Ansicht sind, dass europäische und amerikanische Manager sich qualitätsmäßig kaum unterscheiden, mit 46 Prozent etwas höher als im restlichen Europa. Amerikaner selbst stehen zu ihrem Management: Zwei von drei Bürgern meinen, dass das Management in den USA besser ist als in Europa. Nur sehr wenige Amerikaner denken anders: Gerade einmal sechs Prozent geben den Führungsspitzen europäischer Unternehmen den Vorrang. Auf die Frage, in welche Aktien sie für 1.000 Euro investieren würden, antworten drei von zehn Europäern, dass sie dies ausschließlich in europäische Unternehmen tun würden. Weitere 13 Prozent würden größtenteils Aktien europäischer Unternehmen kaufen, während sich nur elf Prozent in Aktien von Unternehmen anderer Kontinente konzentrieren würden. In Deutschland ist die Anzahl derer, die auf diese Frage mit "weiß nicht" geantwortet haben, mit 38 Prozent besonders hoch.
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