Branche Das dritte Geschlecht teilt die Bevölkerung

Mittwoch, 18. Juli 2012
Intersexualität: Gibt es ein drittes Geschlecht? (© Gerd Altmann / pixelio.de)
Intersexualität: Gibt es ein drittes Geschlecht? (© Gerd Altmann / pixelio.de)
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Geschlecht Ethikrat


Immer wieder kommen Babys zur Welt, die nicht eindeutig Mädchen oder Junge sind. Um den Betroffenen großes Leid zu ersparen, fordert der deutsche Ethikrat die Einführung eines dritten, gesetzlich anerkannten Geschlechts. Diese Forderung spaltet die Bevölkerung: Ein gutes Drittel ist dagegen (35 Prozent), ein knappes Drittel dafür (30 Prozent), der Rest hin und her gerissen (28 Prozent).
 
Die meiste Zustimmung (44 Prozent) erhält der Vorschlag, den Eintrag in Papieren zunächst frei zu lassen, bis sich die Betroffenen entschieden haben, welchem Geschlecht sie sich zuordnen möchten. D.h. den Betroffenen sollte Zeit für diese Entscheidung gegeben werden. Deshalb werden auch geschlechtsangleichende Operationen im Kindesalter verurteilt. Sie sind für viele Befragte (58 Prozent) ein Eingriff in das Persönlichkeitsrecht der Betroffenen und sollten daher nur auf deren Wunsch durchgeführt werden (66 Prozent).
 
Aber ist die Einteilung in maximal zwei Geschlechter wirklich zwingend? Nur ein Drittel (33 Prozent) der Deutschen ist sich sicher, dass wir bereits als Frau oder Mann geboren werden. Ein gutes Drittel (37 Prozent) hält auch andere Einteilungen für möglich, da wir erst zu Frau oder Mann gemacht werden.
 
So das Ergebnis einer aktuellen Online-Umfrage des Markt- und Trendforschungsinstituts EARSandEYES im Mai 2012 mit 1.100 volljährigen Bürger.
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