Branche Bei Functional Food und Bio-Nahrung noch viel Spielraum

Mittwoch, 30. November 2005

Welch besondere Vorteile Biokost und mit "Gesundheitszusätzen" angereicherte Lebensmittel (Functional Food) bieten sollen, ist den meisten Verbrauchern noch lange nicht klar. Bei Biolebensmitteln, einer ganz anderen Art von Gesundheitskost, stellt sich die Situation ein wenig anders dar. Global glauben mehr als zwei Drittel der Befragten, dass Biokost im Vergleich zu anderen Nahrungsmitteln gesünder für sie und ihre Kinder ist. Besonders ausgeprägt ist diese Ansicht in der Region Asien-Pazifik. Für Europäer sprechen unterschiedliche Gründe als Hauptargument für den Erwerb von Bio-Nahrung: 19 Prozent sind der Meinung, Biokost sei umweltverträglicher, und zwölf Prozent nennen den Tierschutz als wichtigstes Argument. In den übrigen Regionen spielen diese beiden Faktoren bei der Kaufentscheidung eine weitaus geringere Rolle. Den Deutschen ist der Tierschutz sogar noch wichtiger: fast ein Drittel der Befragten nennt ihn als Hauptargument für den Kauf von Bio-Produkten. Für 37 Prozent steht die eigene Gesundheit im Mittelpunkt, jeweils zwölf Prozent denken beim Kauf an die Gesundheit der eigenen Kinder oder die Umwelt. Der größte Hinderungsgrund für den Erwerb der Bio-Alternativen ist für 40 Prozent der Befragten in Europa und Nordamerika der hohe Preis, in Deutschland verweigern aus diesem Grund 54 Prozent den Kauf. Weitere 16 Prozent der deutschen Kaufverweigerer sind nicht davon überzeugt, dass die mit "Bio" bezeichneten Produkte wirklich so hergestellt werden, wie behauptet wird.
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