Bäumchen wechsel Dich Krankenversicherung gesetzlich - privat - zusätzlich

Mittwoch, 21. Juli 2004

Die Gesundheitsreform hat zu erkennbaren Einschnitten im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen geführt. 62 Prozent der GKV-Versicherten können sich konkret eine freiwillige Teilnahme am "Hausarzt-Modell" vorstellen, um mögliche Beitragsvergünstigungen - wie die Streichung der Praxisgebühr - zu erreichen; weitere 24 Prozent zeigen sich daran interessiert. Für das "Hausapotheker-Modell" würden sich im Gegenzug für besondere Serviceleistungen oder Rabatte 42 Prozent freiwillig anmelden, weitere 32 Prozent sind zumindest nicht abgeneigt. Begünstigt wird diese hohe Akzeptanz für die beiden Modelle auch dadurch, dass 93 Prozent der Versicherten angeben, einen Hausarzt zu haben und 74 Prozent eine Stammapotheke aufsuchen. Nachholbedarf zeigt sich bei der Kommunikation von Bonusprogrammen für gesundheits- und kostenbewusstes Verhalten:70 Prozent der Versicherten sind diese bisher nicht bekannt, eine grundsätzliche Aufgeschlossenheit ist zwar vorhanden, angemeldet sind derzeit allerdings erst 4 Prozent der Krankenversicherten. 24 Prozent der GKV-Versicherten planen fest oder erwägen zumindest eine Ergänzung ihrer GKV-Leistungen um private Zusatzversicherungen, insbesondere im Bereich zahnmedizinischer Leistungen. Weitere 18 Prozent, die bereits über Zusatzversicherungen verfügen, planen fest oder erwägen eine Erweiterung ihres Versicherungsbestandes. 58 Prozent der an privaten Zusatzversicherungen interessierten GKV-Versicherten würden diese am liebsten über ihre bestehende Krankenkasse abschließen, 22 Prozent über private Versicherer, 19 Prozent sind hier unsicher.
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