Auszeichnung für Behavioural Economics Nobelpreis für Verhaltensökonom Thaler

Montag, 09. Oktober 2017
Richard Thaler bekommt den Nobelpreis für Wirtschaft
Richard Thaler bekommt den Nobelpreis für Wirtschaft
© Chatham House / Flickr

Der Nobelpreis für Wirtschaft geht in diesem Jahr wieder an einen Verhaltensökonomen. Der 72-jährige Richard H. Thaler, der an der Universität von Chicago lehrt, bekommt die Auszeichnung für das Aufdecken der psychologischen Faktoren, die hinter wirtschaftlichen Entscheidungen stehen.

Thaler gilt als Pionier der Behavioural Economics. 2008 schrieb er mit Cass Suntein das Buch „Nudge“, indem er beschreibt, dass Menschen sich nicht rational entscheiden und dass sie einen kleinen Schubs (Nudge) brauchen, um die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Die Königlich Schwedische Akademie der Wissenschaften begründete ihre Entscheidung so: “Insgesamt haben die Beiträge von Richard Thaler eine Brücke zwischen den ökonomischen und psychologischen Analysen der individuellen Entscheidungsfindung geschlagen. Seine empirischen Erkenntnisse und theoretischen Erkenntnisse haben dazu beigetragen, das neue und schnell wachsende Feld der Verhaltensökonomie zu erschließen, das tiefgreifende Auswirkungen auf viele Bereiche der wirtschaftswissenschaftlichen Forschung und Politik hatte.

Thaler entwickelte die Theorie der mentalen Buchhaltung, indem er erläuterte, wie Menschen finanzielle Entscheidungen vereinfachen, indem sie getrennte Konten in ihren Köpfen erstellen und sich dabei auf die engen Auswirkungen jeder einzelnen Entscheidung, statt auf ihre Gesamtwirkung konzentrieren.

Der Begründer der Behavioural Economics, Daniel Kahneman hat 2002 den Wirtschaftsnobelpreis erhalten.

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