Branche Arbeitswelt und soziale Netzwerke

Freitag, 15. März 2013
Auswirkungen sozialer Netzwerke auf die Arbeitswelt (Quelle: ibi research)
Auswirkungen sozialer Netzwerke auf die Arbeitswelt (Quelle: ibi research)

Immer mehr Menschen verbringen ihre Zeit privat und beruflich online und nehmen damit eine massive Verringerung persönlicher Kontakte in Kauf. Die stärksten Auswirkungen der Digitalisierung sehen 91 Prozent der Internetexperten im Bereich der Arbeitswelt. 79 Prozent der Experten stellen daher auch ein verändertes Verhalten der Arbeitnehmer im Arbeitsalltag durch die Social Networks fest. Fehlende Trennung von Beruflichem und Privatem, Abnahme von Höflichkeitsformen sowie Konzentrationsschwäche sind nur einige der spontan genannten Effekte.
 
85 Prozent der Befragten beobachten diese Entwicklung vor allem bei jüngeren Arbeitnehmern. Aber auch schon bei der Vorbereitung auf die Arbeitswelt in Schule, Studium und Ausbildung sehen die Experten Defizite der heranwachsenden Generation. So sieht die Mehrheit vor allem Nachholbedarf bei den Themen Respekt (60 Prozent) und Umgangsformen (55 Prozent). Auch sorgen sie sich um ein sinkendes Bildungsniveau. Die Jugendlichen brauchen vor allem Unterstützung und Anleitung im Umgang mit den Sozialen Netzwerken. Die Verantwortung wird hier besonders bei den Erziehungsberechtigten und Bildungseinrichtungen gesehen. Dem eigenen Kind würden 28 Prozent der Befragten erst ab einem Alter von 15 Jahren die Nutzung Sozialer Netzwerke erlauben.
 

 
Im Auftrag der Internet World Messe wurden 1000 Experten der Internetbranche vom Institut ibi research an der Universität Regensburg befragt.
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