Branche Apotheken zur Grippezeit gecheckt

Dienstag, 11. März 2014
Quelle: Ipsos
Quelle: Ipsos

Bei Testkäufen in Apotheken wurden bei sechs von zehn Käufen Kombinationspräparate empfohlen. Signifikante Unterschiede, welches Kombipräparat das Beste sei, gibt es nicht, jeder Apotheker hat offensichtlich seinen eigenen Favoriten. Bei diesem Produkt wurde ganz generell auf die gute und schnelle Linderung von Fieber und Schmerzen hingewiesen.
 
In jedem fünften Fall wurde ein günstiges No-Name-Schmerzmittel empfohlen. Markenpräparate im Bereich Schmerzmittel kommen nur auf zehn Prozent Empfehlungsquote. Für immerhin jeden zehnten Apotheker ist ein pflanzliches bzw. homöopathisches Mittel die erste Wahl bei Grippe.
Bei der Beratungsqualität zeigten sich deutliche Defizite: Nur bei jedem fünften Kauf wurde der Kunde auf Wechselwirkungen und Nebenwirkungen hingewiesen. Bei einem Viertel der Testkäufe wurde gefragt, ob chronische Krankheiten bestehen.
 
In Bezug auf die herannahende Grippe erkundigten sich 14 Prozent der Apotheker nicht nach den genauen Symptomen, sondern empfahlen gleich ein bestimmtes Grippemittel. In zehn Prozent der Testkäufe wurde auf die Frage, welche Mittel nicht eingenommen werden sollten, von Kombinationspräparten abgeraten, in 18 Prozent von Monopräparaten (nur Schmerzmittel).
 
Auf die Seriosität der Apotheken hat das allerdings keinen negativen Einfluss. Drei Viertel der Kunden waren von der Beratung in der Apotheke überzeugt und würden daher das empfohlene Mittel kaufen.
 
Im Februar hat Ipsos Loyalty Testkäufer in Apotheken geschickt, um sich zum Thema Grippemittel beraten zu lassen.
 
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