Absatzkrise Spanier lassen Autos stehen

Dienstag, 03. Januar 2012
Seat ist in Spanien nach wie vor Marktführer (© Manuel G / PIXELIO)
Seat ist in Spanien nach wie vor Marktführer (© Manuel G / PIXELIO)

Seat ist in Spanien nach wie vor Marktführer (© Manuel G / PIXELIO)
Seat ist in Spanien nach wie vor Marktführer (© Manuel G / PIXELIO)
Es könnte ein Vorgeschmack sein, was 2012 den Autobauern global drohen könnte, denn wenn die wirtschaftliche Unsicherheit wächst, bremsen sich die Konsumenten beim Autokauf: In Spanien gingen die Verkäufe im vergangenen Jahr nach Angaben des Branchenverbandes ANFAC um fast 18 Prozent zurück.

Die Spanier ließen 2011 lediglich 800.000 Autos neu zu. Das ist die niedrigste Zahl seit 1993. Die Gründe dafür sind vielfältig: Neben der hohen Arbeitslosigkeit gehören Zukunftsängste sowie die zögerliche Kreditvergabe der Banken zu den Hauptursachen des Absatzeinbruchs. Und darin wird sich in den kommenden Monaten wohl nichts ändern. Der spanische Branchenverband jedenfalls rechnet mit weiteren Rückgängen. Die Volkswagen-Tochter Seat ist mit 73.000 Neuzulassungen weiterhin Markführer.

Ebenso im Rückwärtsgang befindet sich der französische Markt. 2,2 Millionen verkaufte Fahrzeuge bedeuten ein Minus von 2,1 Prozent. Allerdings fällt der Einbruch nicht so stark aus, wie es Experten ursprünglich prognostiziert hatten. Der spanische und französische Markt stellen ein Viertel des europäischen Automarktes dar und auch die Märkte in Großbritannien und Italien stehen unter massivem Druck.
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