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29.08.2007

Jugendmagazin "Spiesser" will Westen erobern


Das Cover der ersten bundesweiten Ausgabe, die am 10. September erscheint 

Das Cover der ersten bundesweiten Ausgabe, die am 10. September erscheint

Nach der Ausweitung seines Vertriebs auf die westdeutschen Bundesländer denkt das Dresdner Gratis-Jugendmagazin "Spiesser" über weitere Wachstumsoptionen nach. So könnten laut Geschäftsführerin Stephanie Schroth in zwei bis drei Jahren der Ausbau des Internetauftritts, der Vertrieb in die Schweiz und nach Österreich sowie die Ausweitung der Merchandising-Sparte über die bestehenden Artikel - etwa Schreibsets - hinaus auf der Agenda stehen. Derzeit erzielt der Verlag einen Anzeigenumsatz im unteren bis mittleren einstelligen Millionbereich.
 
Wie bereits Anfang Juli angekündigt, liegt die erste bundesweite Ausgabe des "Spiesser" am 10. September in einer Auflage von einer Million Exemplaren an rund 15.000 Schulen und Freizeiteinrichtungen kostenlos aus. Das Heft soll zunächst fünfmal im Jahr erscheinen. Der Vertrieb erfolgt in Eigenregie mit 62 Kurierfahrern, die bundesweite IVW-Prüfung ist beantragt. Eine Anzeigenseite in der Gesamtauflage kostet rund 42.000 Euro, regionale Teilbelegungen sind möglich. Bisher stammen die Werbekunden aus den Bereichen Finanzen, Telekommunikation und Automobil, künftig will Schroth vermehrt in den Sparten Kosmetik, Mode und Food/Soft Drinks akquirieren. Leserzielgruppe sind Schüler zwischen 14 und 22 Jahren, die Kernleserschaft bewege sich im Alter zwischen 16 und 19 Jahren, so Schroth.
 
"Spiesser" wurde 1993 von einer kleinen Gruppe Dresdner Schüler gegründet. Zuletzt erreichte der bislang nur in den sechs östlichen Bundesländern verteilte Titel eine verbreitete Auflage von 307.817 Heften (IVW I/2007) an rund 4300 Auslagestellen. Bisher erschien das Heft achtmal pro Jahr; wegen der Anpassung an unterschiedliche Schulferientermine sei bei einem bundesweiten Vertrieb fünfmal pro Jahr die sinnvollere Frequenz, so Schroth. Einen kostenpflichtigen Vertrieb des "Spiesser" über Kioske schließt sie ebenso aus wie den Schritt an Universitäten. Der Markt der Gratistitel für Studenten sei bereits zu dicht besetzt, so Schroth. rp

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