TV-Quoten
Flüchtlingssendungen ohne große Anziehungskraft

Großes Thema, kleines Publikum: "Fluchtziel Deutschland" hieß der ARD-Bericht zum gestrigen Flüchtlingsgipfel von Bund und Ländern. Viele Zuschauer lockte das Erste, trotz der wichtigen Thematik, allerdings nicht an: Gerade einmal 2,21 Millionen Zuschauer schalteten ein, das bedeutete schwache 7,6 Prozent Marktanteil.

Für die Mehrheit war gestern Abend eher seichte Unterhaltung angesagt: Im ZDF lief zur selben Zeit die Komödie "Das Kloster bleibt im Dorf", die mit 4,07 Millionen Zuschauern und 14,1 Prozent Marktanteil sogar den Tagessieg beim Gesamtpublikum holte. Zuvor hatte auch das Zweite eine Sondersendung zur Flüchtlingskrise gebracht - und damit sogar mehr Zuschauer angelockt als die ARD zur besten Sendezeit: Insgesamt 2,96 Millionen Zuschauer sahen das "ZDF Spezial: Die Flüchtlingskrise - Gipfel im Kanzleramt" (MA: 13,1 Prozent). In der jungen Zielgrupe sicherte sich RTL mit "Alarm für Cobra 11" den Tagessieg. Marktanteile von 13,8 bzw. 13,4 Prozent holte die Doppelfolge und setzte sich damit knapp gegen Sat 1 und "Criminal Minds" durch. Ein echter Achtungserfolg gelang Vox: Die Agentenkomödie "R.E.D. - Älter, härter, besser" lockte für den Sender äußerst respektable 1,06 Millionen junge Zuschauer vor die Bildschirme. Damit schaffte Vox sogar den Sprung über die 10 Prozent Marktanteil. ire

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