Übernahmepoker Cyber-Attacken auf Yahoo drücken Verkaufspreis an Verizon

Donnerstag, 16. Februar 2017
Die Zentrale des Internetpioniers in Sunnyvale
Die Zentrale des Internetpioniers in Sunnyvale
Foto: Yahoo

Die massiven Cyberattacken auf Yahoo bleiben für den bevorstehenden Verkauf des Internetpioniers nicht ohne Folgen. Einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zufolge nutzt Verizon die Angriffe, um den Kaufpreis für das Kerngeschäft von Yahoo noch einmal kräftig zu drücken. 
Eine Zusatzvereinbarung sehe einen Preisnachlass in Höhe von 250 bis 350 Millionen Euro vor, berichtet Reuters unter Berufung auf einen Insider. Der ursprünglich vereinbarte Kaufpreis für die E-Mail-, Such- und Messengerdienste sowie das Online-Werbegeschäft von Yahoo liegt bei 4,83 Milliarden US-Dollar. Die neuen Konditionen sollen noch in dieser Woche bekannt gegeben werden, sagte der Informant.  Yahoo musste im Dezember einen gigantischen Datendiebstahl einräumen müssen. Demnach wurden 2013 Informationen und Passwörter von mehr als einer Milliarde Nutzerkonten gestohlen. Bereits im September hatte Yahoo einen Datendiebstahl eingeräumt, bei dem Ende 2014 mindestens 500 Millionen Nutzerprofile betroffen gewesen seien. Verizon hatte damals angekündigt, den Kauf des Webgeschäfts von Yahoo noch einmal auf den Prüfstand zu stellen, da man beim Abschluss des Deals nicht über den Datenklau informiert worden sei. dh, mit Material von dpa
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