Übernahme Axel Springer läuft an der Seite von Runtastic

Dienstag, 01. Oktober 2013
Die Runtastic-App zeigt den zurückgelegten Weg
Die Runtastic-App zeigt den zurückgelegten Weg

Axel Springer im Ausdauerlauf: Mit 50,1 Prozent hat der Konzern die Mehrheit an Runtastic übernommen, einem der weltweit führenden Anbieter mobiler Apps zur Messung von Sport- und Fitnessdaten. Das digitale Sport-Portfolio der Berliner, zu dem neben der "Sport Bild" auch das Fußballportal Transfermarkt.de gehört, ist damit um eine weitere - journalismusferne - Marke reicher geworden. Runtastic, 2009 von Florian Gschwandtner, Alfred Luger, René Giretzlehner und Christian Kaar gegründet, ermöglicht eine Kombination zwischen mobiler App und einem Webportal, auf dem Daten gespeichert und verwaltet sowie individuelle Trainingspläne erstellt werden können. Mittlerweile sind mehr als 19 Millionen Nutzer registriert, mehr als 46 Millionen Apps heruntergeladen. "Axel Springer sichert sich mit der Beteiligung eine strategisch gute Position im dynamisch wachsenden Markt der Smartphone-Apps. Durch unsere Reichweite und inhaltliche Kompetenz in den Bereichen Sport und Fitness sehen wir eine Vielzahl an Verbundeffekten zur Weiterentwicklung von Runtastic", sagt Jens Müffelmann, bei Springer Leiter des Geschäftsbereichs Elektronische Medien.

Jens Müffelmann
Jens Müffelmann
Auch Runtastic-CEO Florian Gschwandtner zeigt sich vom Nutzen der Zusammenarbeit mit Springer überzeugt: "Die Beteiligung schafft perfekte Voraussetzungen, um unsere strategische Version, mit Runtastic eine der international anerkanntesten und erfolgreichsten Fitnessmarken aufzubauen, bestmöglich umsetzen zu können." Gschwandtner bleibt zusammen mit seinen drei Gründerkollegen auch künftig Geschäftsführer, ebenso bleibt der österreichische Business Angel Johann Hansmann als Mitgesellschafter an Bord. Sitz der Gesellschaft ist Pasching bei Linz in Österreich. Zum Kaufpreis macht Springer keine Eingaben.

Im Juli diesen Jahres hat sich der Springer-Konzern von Regionalzeitungen und Zeitschriften getrennt, um sich künftig noch konsequenter auf seine strategische Ausrichtung - die Digitalisierung seiner Angebote - konzentrieren zu können. Mit dem Einstieg bei Runtastic bedienen die Berliner diesen Anspruch mit einem weiteren Portal, das allerdings mit Journalismus erneut nur wenig zu tun hat. kl
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