Über 100 Neuerscheinungen VDZ zieht positive Jahresbilanz

Montag, 30. Dezember 2013
"Interesse ist ungebrochen": VDZ-Hauptgeschäftsführer Stephan Scherzer
"Interesse ist ungebrochen": VDZ-Hauptgeschäftsführer Stephan Scherzer


Der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger blickt im Großen und Ganzen zufrieden auf das zu Ende gehende Jahr 2013 zurück. Das Interesse an Zeitschriften und deren digitalen Ablegern sei ungebrochen, der Rückgang des Anzeigenumsatzes geringer als befürchtet. Und sogar einen Rekord kann der Verband verkünden.
So sind 2013 in Deutschland insgesamt mehr als 1600 Zeitschriften, Wochenzeitungen und Magazine erschienen - so viele wie nie zuvor, betont VDZ-Hauptgeschäftsführer Stephan Scherzer. Allein im abgelaufenen Jahr seien über 100 Zeitschriften neu auf den Markt gekommen. Die Branche blicke daher trotz massiver Veränderungen auf dem Medienmarkt optimistisch in die Zukunft. "In Deutschland geben Leser im Durchschnitt jeden Monat 280 Millionen Euro für Zeitschriften aus", erläutert Scherzer. Im wachsenden Digitalgeschäft ermögliche die Kombination aus Werbe- und Paid-Contentumsätzen zudem weiteres Wachstum.

Positive Signale sieht der Verband auch im Werbemarkt: So sei das Anzeigengeschäft trotz des "extrem harten Kampfes um die Werbebudgets" lediglich um 0,9 Prozent zurückgegangen. "Das ist nur halb so viel, wie wir in unserer Trendumfrage im April erwartet hatten und deutlich unter dem Rückgang des Vorjahres", betont Scherzer.

Zugleich appelliert der Verband erneut an die Politik, "tragfähige Rahmenbedingungen für eine unabhängige Presse in unserer pluralen Gesellschaft zu erhalten" und warnte unter anderem vor einer Beschneidung von publizistischer und ökonomischer Freiräume durch die EU-Datenschutznovelle oder einer "Wettbewerbsverzerrung" durch öffentlich-rechtliche Angebote wie die Tagesschau-App. dh
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