taz Barbara Junge und Katrin Gottschalk komplettieren die Chefredaktion

Dienstag, 08. Dezember 2015
Barbara Junge und Katrin Gottschalk verstärken die "taz"
Barbara Junge und Katrin Gottschalk verstärken die "taz"
Foto: tsp / Stefanie Kulisch

Die "taz" hat die beiden Stellvertreterinnen für Neu-Chefredakteur Georg Löwisch bekannt gegeben: Ende April des kommenden Jahres wechseln Barbara Junge und Katrin Gottschalk ins Berliner Rudi Dutschke Haus. "Wir drei sind ähnlich genug und wir sind unterschiedlich genug. Es passt genau", so Löwisch über seine neuen Kolleginnen.
Barbara Junge ist bislang Washington-Korrespondentin des Berliner "Tagesspiegel". Ihre journalistischen Wurzeln hat die 47-Jährige allerdings bei der "taz": Sie absolvierte bei der linksalternativen Tageszeitung ein Praktikum und war Redakteurin sowie Ressortleiterin im Berlin-Teil. 2001 wechselte sie zum "Tagesspiegel" und arbeitete dort im Newsroom, ehe sie nach Washington ging. Sie befasste sich bislang mit Themen wie Innere Sicherheit, Rechtsextremismus und natürlich US-Politik. Über ihren neuen Arbeitgeber sagt sie: "Die taz ist Haltung und Humor. Sie ist Leidenschaft und Leichtigkeit. Vor allem gefällt mir an der taz ihr Journalismus mit aufrechtem Gang, denn der ist auch im digitalen Medienzeitalter unverzichtbar." Katrin Gottschalk ist bislang Chefredakteurin des feministischen "Missy Magazine". Dort hatte sie 2011 als Online-Redakteurin angefangen und die Internet-Ausgabe des Titels aufgebaut. Die 30-Jährige studierte Kulturwissenschaften in Frankfurt/Oder und anschließend Kulturjournalismus an der Berliner Universität der Künste. Ihr Themenschwerpunkt ist Social Justice, darunter speziell Fragen von Geschlecht und Körper. "Anderen Medien reicht allein die Quote, die taz setzt auch auf Feminismus. Es ist großartig, Teil dieser Redaktion zu werden", sagt Gottschalk über ihre neue Position.

Die Redaktionsleitung der "taz" musste neu formiert werden, nachdem Chefredakteurin Ines Pohl ihren Abgang zur Deutschen Welle nach Washington bekannt gegeben hatte. Zu ihrem Nachfolger wurde im Juli "Cicero"-Textchef Georg Löwisch ernannt, er trat seinen Dienst im September an. Andreas Rüttenauer, der mit Pohl noch eine Doppelspitze gebildet hatte, kümmert sich nun um den Aufbau einer Zukunftswerkstatt.

Zuletzt verkaufte die "taz" im Abo 34.540 Exemplare, inklusive E-Paper waren es 41.942. Die verkaufte Auflage lag insgesamt bei 40.648 Exemplaren (51.969 mit E-Paper). Das entspricht einem Minus von 6,7 Prozent ( bzw -5,2 Prozent mit E-Paper). ire
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