Öffentlich-Rechtliche Grünes Licht für Online-Jugendangebot von ZDF und ARD

Freitag, 09. Oktober 2015
Der ARD-Vorsitzende und NDR-Intedant Lutz Marmor
Der ARD-Vorsitzende und NDR-Intedant Lutz Marmor
Foto: NDR

Die Bundesländer haben nach jahrelangen Diskussionen den Startschuss für ein gemeinsames Online-Jugendangebot von ARD und ZDF gegeben. Die Regierungschefs der Länder fassten am Freitag bei der Ministerpräsidentenkonferenz in Bremen einen einstimmigen Beschluss. "Das ist ein guter Tag für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk", sagte die Vorsitzende der Länder-Rundfunkkommission, die rheinland-pfälzische Ministerpräsidenten Malu Dreyer (SPD).
Im Dezember soll der Staatsvertrag unterzeichnet werden und dann den Länderparlamenten zugeleitet werden. Der geplante Start des digitalen Kanals ist im Oktober 2016. Das "Junge Angebot" soll auf einer Internet-Plattform basieren, crossmedial sein und Fernseh- und Radiobeiträge mit Inhalten auf Online-Foren verknüpfen. Zielgruppe sind die 14- bis 29-Jährigen. Als Gesamtbudget sind rund 45 Millionen Euro vorgesehen. Im Gegenzug sollen die Digitalkanäle Eins Plus und ZDF Kultur eingestellt werden. Der ARD-Vorsitzende Lutz Marmor begrüßte den Beschluss der Länderchefs: "Das Junge Angebot nimmt Kontur an. Der heutige Beschluss ist eine sehr erfreuliche Nachricht und ein weiterer wichtiger Schritt hin zum gemeinsamen Online-Angebot von ARD und ZDF. Jetzt müssen noch die 16 Landesparlamente den Weg frei machen. Was länge währt, wird endlich gut." dpa/dh
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