dpa Chef Kropsch Der Kampf gegen Fake News wird zum Geschäftsmodell

Montag, 02. Oktober 2017
Peter Kropsch im Video-Interview
Peter Kropsch im Video-Interview
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Peter Kropsch dpa Fake News Geschäftsmodell


Peter Kropsch, seit gut einem halben Jahr Geschäftsführer der dpa, will die Nachrichtenagentur fit machen für das Zeitalter von Fake News und Social-Media-Buzz. Wie er das tut, erklärt Kropsch im Video-Interview mit Turi2 und HORIZONT Online.
Besonders wichtig für den Österreicher, der von der Nachrichtenagentur APA in Wien zur dpa kam: Vertrauen. In Zeiten, in denen Falschnachrichten die sozialen Netzwerke fluten, sei es besonders wichtig, dass die Meldungen der dpa auch Hand und Fuß haben: "Vertrauen ist das zentrale Thema, das wir Medien verlegerischer Herkunft haben", betont Kropsch. Vertrauen sei denn auch ein "zentrales Gut" der dpa und gehörten zum Markenkern. 
Um Fehler zu vermeiden, hat die dpa ihre Arbeitsorganisation umgestellt und eigens neue Ebenen eingezogen. So gibt es im Berliner Newsroom einen so genannten Radar Officer, der vor allem das Grundrauschen der sozialen Medien im Blick behält. Dabei soll auch das kürzlich erworbene Startup Buzzrank helfen, das bei der Beobachtung von sozialen Medien hilft und Zusammenhänge sichtbar macht. Und es gibt einen Verification Officer. "Dessen Job ist es, zu verifizieren, ob das, was wir in der Recherche sehen, auch wirklich seine Faktizität hat", erklärt Kropsch. Das Auffinden von Fakes spielt denn auch beim Geschäftsmodell der dpa eine wichtige Rolle. Dabei hat Kropsch nicht nur klassische Medien im Blick. So wolle man auch Unternehmen und Institutionen unterstützen, "deren wichtigstes Thema Information als Entscheidungsgrundlage ist". ire
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