Zukunft der Quote Ferrero-Manager Uwe Storch fordert Reformation der AGF

Mittwoch, 18. November 2015
Uwe Storch mahnt die AGF zur Reform
Uwe Storch mahnt die AGF zur Reform
Foto: Ferrero

Die Arbeitsgemeinschaft Fernsehforschung (AGF) arbeitet seit Jahren an einer konvergenten TV-Online-Währung. Manchen Marktteilnehmern geht das nicht schnell genug. Auf dem HORIZONT Bewegtbildgipfel forderte Uwe Storch, Head of Media bei Ferrero, dass sich die AGF möglichst rasch reformieren sollte.

"Es braucht mehr Geld, mehr Ressourcen und vor allem muss es schnell gehen", sagt Storch. Ohne eine Konvergenz-Währung seien die Herausforderungen der Branche, zumindest mit den derzeitigen Mitteln, nicht zu lösen. Er fordert, dass der Markt mit einer Stimme spricht und die AGF von innen heraus verändert. Auf dem Weg dahin müsse man auch mal mit "undeutschen Zwischenlösungen" leben, so der Ferrero-Manager. 

Die von Storch gewünschten Bemühungen seien durchaus zu tätigen, sagt Martin Michel, Chef von Sky Media, der bei der Diskussionsrunde dabei war. Sein Unternehmen selbst gebe einen siebenstelligen Betrag für die Nutzung der AGF-Zahlen aus, überdies  würden  andere Firmen heutzutage hunderte Millionen Euro ins Data-Management stecken. "Das Geld ist also da", so Michel.

Mitdiskutant Thorsten Schütte-Gravelaar hat dennoch seine Zweifel. Der Vorstand von Smartclip ist skeptisch, ob die konvergente Währung rechtzeitig zustande kommt. "Die Organisationsform der AGF ist einfach zu langsam", findet Schütte-Gravelaar. Auch er spricht sich für eine AGF-Reformation aus. Die Organisation werde zwar auch in zwei Jahren der Währungshüter oder zumindest ein wichtiger Orientierungspunkt sein, dafür müssten aber Veränderungen hin ins Digitale stattfinden. ron

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