Zenith-Optimedia-Studie 56 Prozent der Deutschen besitzen ein Smartphone / Singapur an der Spitze

Dienstag, 24. November 2015
Frank-Peter Lortz, Chairman Zenith Optimedia
Frank-Peter Lortz, Chairman Zenith Optimedia
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Zum vierten Mal hat Zenith Optimedia den jährlichen "New Media Forecast" herausgegeben - mit wenig überraschenden Ergebnissen. Bis Ende 2018 werden 66,5 Prozent der Menschen, die in den 47 führenden digitalen Märkten leben, ein Smartphone besitzen. Am höchsten ist der Marktdurchdringungsgrad in Singapur: 89 Prozent der Bevölkerung hat ein Smartphone. Zum Vergleich: In Deutschland waren es Ende 2014 56 Prozent.
Die durchschnittliche Marktdurchdringung der Mobilgeräte in allen 47 betrachteten Märkten ist im Vergleich zu 2013 von 41,6 auf 49,5 Prozent gestiegen. Bis Ende dieses Jahres sollen laut der Studie 55,7 Prozent erreicht werden. Grundsätzlich ist die Annahme von Smartphones durch den Markt im asiatischen-pazifischen und westeuropäischen Raum am höchsten - und das dürfte auch in Zukunft so bleiben: Laut der Prognose von Zenith Optimedia könnte der Marktdurchdringungsgrad in Singapur Ende 2018 einen Fabelwert von 97 Prozent erreichen, weil die Regierung ihren Plan für einen universellen Wlan-Zugang vorantreibt. Auf den Plätzen 2 und 3 im Länderranking 2014 liegen Spanien (86,7 Prozent) und Irland (83,0) Prozent. Die Top 10 werden komplettiert von Südkorea, Norwegen, Japan, Österreich, Schweden, Niederlande und Hongkong (in dieser Reihenfolge). Deutschland liegt mit seinen 56 Prozent im Mittelfeld.

Auch Tablets werden in den untersuchten Ländern immer beliebter. Im Vergleich zu 2012 stieg die Marktdurchdringung von 5,3 auf 14,8 Prozent 2014. In drei Jahren soll laut des "New Media Forecast" ein Wert von 19,8 Prozent erreicht werden. Aktuell an der Spitze im Nationenvergleich steht Hongkong (77 Prozent), dahinter rangieren Singapur (64 Prozent) und die Niederlande (58,3 Prozent). Deutschland kommt auf 37,5 Prozent.

Das Wachstum der Internetnutzerzahl verlangsamt sich dagegen. Laut der Studie gibt es bis Ende 2015 in den 47 betrachteten Ländern 1,9 Milliarden Internetnutzer. Das entspricht einem Anstieg von 3,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Allerdings sinkt die Wachstumsrate von 7,9 Prozent in 2011 immer weiter und wird 2018 auf 2,5 Prozent fallen.

"Die rasche Verbreitung der mobilen Technologie sorgt bei Medienkonsum und werblicher Kommunikation weltweit für einen Wandel", sagt Frank-Peter Lortz, CEO der Zenith-Optimedia-Gruppe in Deutschland. "Immer mehr Menschen suchen als erstes auf ihrem Smartphone oder Tablet nach Informationen oder Unterhaltungsmöglichkeiten. Vermarkter brauchen einen Ansatz, bei dem das Mobilgerät an erster Stelle steht, um mit diesen Menschen effektiv zu kommunizieren." tt
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