Zeitschriften-Vermietung Lesezirkel wollen ins IVW-Abo zurück

Donnerstag, 23. April 2015
Die Umsätze der Lesezirkel-Anbieter sind stabil
Die Umsätze der Lesezirkel-Anbieter sind stabil
Foto: Verbandes Deutscher Lesezirkel
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Lesezirkel Gesamtumsatz Ivw


Die Mitglieder des Verbandes Deutscher Lesezirkel konnten ihren Gesamtumsatz 2014 gegenüber dem Vorjahr um 1 Prozent auf 180 Millionen Euro steigern. Davon entfielen 160 Millionen Euro (plus 2,8 Prozent) auf die Mehrfachvermietung von Zeitschriftenmappen, knapp 20 Millionen Euro (minus 12,2 Prozent) auf die Werbevermarktung der Umschlagsseiten. Und dann gibt es noch eine branchenpolitische Forderung.

So fordert der Verband von der Auflagenprüfstelle IVW, die an den Lesezirkel (LZ) verkauften Hefte wie vor 25 Jahren wieder in der Rubrik Abonnement auszuweisen – und nicht mehr in einer eigenständigen Kategorie. Denn LZ-Exemplare würden in der gleichen Weise und Intensität genutzt wie Abo-Exemplare, begründet der Verband. Er erhofft sich von dem Schritt wohl eine Aufwertung des LZ sowohl für die eigene Werbevermarktung als auch als Anreiz für Verlage, dem LZ mehr Hefte zu günstigeren Konditionen zu verkaufen, um die so genannte "harte Auflage" (bisher nur Abo- und Einzelverkauf) zu pushen.

Zudem loten die LZ-Anbieter weiter die Zukunftsfähigkeit ihres Geschäftsmodells im digitalen Zeitalter aus. Hier haben sie 2014 eine App entwickelt, "die das Zeitschriftenlesen in öffentlichen Auslagestellen in moderner Form verfügbar macht" und "differenzierten inhaltlichen Mehrwert" bietet, so der Verband. Derzeit startet eine mehrmonatige Pilotphase. rp

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