Zeitschriften-Vermietung Lesezirkel sind digital startklar

Dienstag, 21. Juni 2016
Lesezirkel
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Lesezirkel Umsatz Digitalisierung Günther Hildebrand


Die Mitglieder des Verbandes Deutscher Lesezirkel (LZ) konnten ihren Umsatz 2015 gegenüber dem Vorjahr um 1,2 Prozent auf 182,1 Millionen Euro steigern. Davon entfielen 164,2 Millionen Euro (plus 2,4 Prozent) auf die Mehrfachvermietung von Zeitschriftenmappen und 17,9 Millionen Euro (minus 9 Prozent) auf die Werbevermarktung der Umschlagsseiten. Bei der Digitalisierung scheinen die LZ-Anbieter nun startklar.

Hier hatten sie ab 2014 eine App entwickeln lassen, „die das Zeitschriftenlesen in öffentlichen Auslagestellen in moderner Form verfügbar macht“ und „differenzierten inhaltlichen Mehrwert“ bietet, so der Verband damals. 2015 begann eine Pilotphase mit derzeit 300 Testteilnehmern, die noch andauert.

Die Tablet- und Smartphone-App, die sich auf digitale Angebote von Publikumszeitschriften konzentriert, basiert auf GPS-Technologie und soll vom Technologie-Dienstleister Pressmatrix betreut werden. Aufgrund der hohen Anzahl an öffentlichen Auslagestellen, die vom LZ mit Print beliefert werden und der persönlichen Kundenkontakte geht der Verband davon aus, Interessenten im vierstelligen Bereich akquirieren zu können.

„Das Geschäftsmodell des Lesezirkels hat auch mehr als hundert Jahre nach seiner Gründung nichts von seiner Attraktivität verloren und gehört es zu den Wegbereitern der modernen Convenience-Bewegung“, kommentiert Günther Hildebrand, Vorsitzender des LZ-Verbandes. HOR

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