Zeitschriften Condé Nast verkauft "Myself" an Funke

Montag, 31. Juli 2017
Die aktuelle Ausgabe von "Myself"
Die aktuelle Ausgabe von "Myself"
© Condé Nast

Condé Nast trennt sich von "Myself". Der Lifestyle-Titel soll mit Mann und Maus an die Funke Mediengruppe verkauft werden. Der Verkauf unterstütze die "komplementären strategischen Ziele" der beiden Verlage, erklären die Unternehmen in einer gemeinsamen Pressemitteilung. 
Während Condé Nast sich stärker auf das Luxus-Segment konzentrieren will, steigt die Funke Mediengruppe mit der Übernahme von "Myself" in das Segment der Lifestyle-Zeitschriften ein. "Wir konzentrieren unsere Aktivitäten und Investitionen konsequent auf unsere globalen Marken und bauen die länderübergreifende Zusammenarbeit aus, um unsere Position als weltweit führendes Luxus-Medienunternehmen zu stärken", erklärt Moritz von Laffert, Herausgeber von Condé Nast Deutschland und Vice President von Condé Nast International. "Myself könnte von dieser strategischen Linie als nur in Deutschland präsentes Magazin im weltweiten Condé Nast-Portfolio perspektivisch kaum profitieren." 
Die Funke Mediengruppe kann mit "Myself" sein Portfolio dagegen um einen etablierten Lifestyle-Titel erweitern: "Myself ist ein hochmodernes Magazin mit einer klaren Struktur und einem hohen journalistischen Anspruch. Wir möchten die Marke usbauen, und zwar im Print- wie auch im Digitalbereich. Myself soll wachsen, und das mithilfe des Knowhows und der Unterstützung von Funke Digital in Berlin, insbesondere auch im Social-Media-Bereich", sagt Michael Geringer, Geschäftsführer der Funke Zeitschriften. 

Der Verkauf soll im Rahmen eines Betriebsübergangs erfolgen. Kündigungen sind nicht geplant - vielmehr will Funke möglichst alle Mitarbeiter übernehmen. "Wir würden uns sehr freuen, das komplette Myself-Team um Chefredakteurin Sabine Hofmann bei Funke willkommen heißen zu dürfen. Dieses Team hat eine ausgezeichnete Expertise und gezeigt, dass es hochmotiviert Objekte neu entwickeln und erfolgreich am Markt platzieren kann", sagt Funke-Zeitschriftenchef Geringer. Für den künftigen Redaktionssitz werden derzeit neue Räumlichkeiten in München gesucht. Die verkaufte Auflage von "Myself liegt aktuell recht stabil bei rund 170.000 Exemplaren (IVW 2/2017). 

Der Verkauf muss durch die zuständigen Kartellbehörden genehmigt werden und soll frühestens zum Oktober wirksam werden. dh
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