Yvonne Bauer "Internationalität als Vorteil nutzen" / Skepsis beim Springer-Funke-Deal

Donnerstag, 14. November 2013
Wird wohl wieder ein Erlösplus verkünden: Yvonne Bauer (Foto: Bauer Media Group)
Wird wohl wieder ein Erlösplus verkünden: Yvonne Bauer (Foto: Bauer Media Group)

Weltweite Ernte: Die Bauer Media Group, die in diesem Jahr Burda und Gruner + Jahr beim Umsatz überholt haben und damit Europas größter Zeitschriftenverlag sein dürfte, will ihre Akquisitionen - vor allem im Ausland - viel intensiver und systematischer als bisher für zentral gesteuerte Synergien bei der Markenführung, Produktion und Vermarktung heranziehen. "Wir wollen unsere wachsende Internationalität stärker als Vorteil nutzen", sagt Verlegerin Yvonne Bauer im exklusiven Interview mit HORIZONT.
Yvonne Bauer zum Funke Deal: Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieses Vorhaben ganz ohne Auflagen durchgeht. “
"Hier geht es vor allem um die Übertragbarkeit von Titeln, Ideen und Inhalten", so die 36-Jährige, die seit fast drei Jahren an der Spitze des Familienkonzerns steht. Gerade in gut skalierenden Digitalgeschäften strebe man eine starke internationale Vernetzung an, so Bauer. In der kommenden Woche präsentiert sie in Hamburg die aktuellen Geschäftszahlen. Man darf davon ausgehen, dass die Bauer Media Group (Umsatz 2012: knapp 2,2 Milliarden Euro) auch in diesem Jahr wieder ein Erlösplus vermeldet - allerdings wohl nur durch die volle Konsolidierung der jüngsten Zukäufe, vor allem des australischen Großverlags ACP.

Trotz eines Ausland-Umsatzanteils von mittlerweile wohl über zwei Dritteln: Deutschland ist nach wie vor Bauers größter Einzelmarkt. Hier wartet die Verlegerin gespannt auf den Ausgang der Kartellentscheidung zu den geplanten Joint Ventures für Vermarktung und Vertrieb im Rahmen des Springer/Funke-Deals, von denen Bauer wegen ähnlicher Portfolios am meisten betroffen wäre: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieses Vorhaben ganz ohne Auflagen durchgeht." rp

Was Yvonne Bauer über ihre Pläne im Ausland sagt, die Presse in Deutschland und ihren Umgang mit Misserfolg - das lesen Abonnenten in der HORIZONT-Ausgabe 46/20013, die am Donnerstag, 14. November erscheint.
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